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Nordkorea nimmt BBC-Reporter fest

Wegen seiner Berichterstattung Nordkorea nimmt BBC-Reporter fest

In Nordkorea ist ein BBC-Reporter festgenommen und später des Landes verwiesen worden. Die Begründung: Der Journalist soll "nicht objektiv" über das Land berichtet haben.

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Der erste Parteitag der nordkoreanischen Kommunisten seit 1980 hatte am Freitag in Pjöngjang begonnen. Die etwa 130 zugelassenen ausländischen Journalisten hatten keinen Zugang zur Tagungshalle.

Quelle: EPA/KCNA

Pjängjang. Wie der britische Rundfunk am Montagmorgen auf seiner Internetseite berichtete, wollten Rupert Wingfield-Hayes sowie eine Produzentin und ein Kameramann der BBC am Freitag gerade das Land verlassen, als der Journalist am Flughafen von Pjöngjang festgenommen wurde. Er wurde demnach anschließend acht Stunden lang verhört.

Das BBC-Team hielt sich vor dem Parteitag der herrschenden Partei der Arbeit in Nordkorea auf und begleitete dort ein Team von Nobelpreisträgern auf einer Forschungsreise. Der BBC-Reporter John Sudworth, der über den Parteitag berichtete, sagte dazu, Wingfield-Hayes sei in ein Hotel gebracht und dort von Sicherheitsvertretern verhört worden. Anschließend habe er eine Erklärung unterschreiben müssen und sei am Samstag wieder freigekommen.

Vorwurf: "Nicht objektive Berichterstattung"

Der BBC zufolge wurden ihre drei Mitarbeiter schließlich am Montag wieder zum Flughafen gebracht. Befragt wurde Wingfield-Hayes offenbar im Zusammenhang mit der Berichterstattung über ein Krankenhaus, dessen Authentizität er in seinen Berichten angezweifelt hatte. Für ausländische Reporter waren rund um den Parteitag in Pjöngjang Fahrten unter anderem zu einer Fabrik und einer Klinik organisiert worden.

Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, hielt das Nationale Friedenskomitee Nordkoreas am Montag eine Pressekonferenz zum Fall des BBC-Reporters ab. Demnach wurde er wegen eines "Angriffs auf das System" Nordkoreas sowie wegen seiner "nicht objektiven Berichterstattung" ausgewiesen. Xinhua ist mit einem Büro in der Hauptstadt des stalinistisch regierten Landes vertreten.

Kim will Atomwaffen nur bei Bedrohung einsetzen

Wegen des Parteitags halten sich derzeit rund 130 ausländische Journalisten in Pjöngjang auf. Sie haben aber keinen Zugang zur Tagungshalle, Dauer und Programm des Parteitags sind zudem unklar.

Zur Eröffnung des Parteitags hatte Machthaber Kim Jong Un den nuklearen Ambitionen seines Landes Grenzen gesetzt. Nordkorea werde seine Atomwaffen nur dann einsetzen, wenn seine Souveränität von anderen atomar bewaffneten Staaten bedroht werde, sagte Kim laut Staatsmedien beim Parteikongress in Pjöngjang. Er bezeichnete das Land als "verantwortungsvollen Atomwaffenstaat".

afp/RND

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