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Deutsche Journalisten in Ferguson festgenommen

Medien berichten Deutsche Journalisten in Ferguson festgenommen

Die US-Kleinstadt Ferguson kommt nach dem Tod eines schwarzen Teenagers einfach nicht zur Ruhe. Am Montag sind zwei deutsche Journalisten von der Polizei festgenommen worden. Am Dienstag wurde ein weiterer deutscher Journalist verhaftet.

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Die deutschen Journalisten wurden nach etwa drei Stunden von der Polizei entlassen.

Quelle: Ed Zurga

St. Louis. Ansgar Graw, ein Journalist der Welt und Frank Herrmann, ein deutscher Regionalreporter, sind  laut einem Bericht der Welt am Montag von der Polizei in Ferguson festgenommen und in Handschellen abgeführt worden. Nach drei Stunden lies man die Männer wieder frei.

Hintergrund der Festnahme soll dem Bericht zufolge eine Aufforderung der Polizei gewesen sein, auf einer fast menschenleeren Straße nicht stehenzubleiben, den die beiden Deutschen ignoriert haben sollen. Herrmann und Graw bestreiten dies.

„Die Polizei wollte verhindern, dass wir unseren Auftrag, über die Vorgänge in Ferguson zu recherchieren, erfüllen können", sagte Graw. „Das ist eine eklatante Verletzung der Pressefreiheit.“

Am Dienstag ist desweiteren der „Bild“-Reporter Lukas Hermsmeier ist bei einem Einsatz während der Proteste in der US-Kleinstadt Ferguson von der Polizei festgenommen worden. Hermsmeier (26) befinde sich an einem unbekannten Ort und solle in das Gefängnis von St. Louis gebracht werden, teilte „Bild“ am Dienstag mit.

Nach dem Tod eines schwarzen Teenagers kommt die US-Kleinstadt Ferguson nicht zur Ruhe. Die Polizei setzt gegen Randalierer am Rande von Protesten Tränengas und Blendgranaten ein - und nimmt drei deutsche Journalisten fest.

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Hermsmeier stehe bereits im Computer-System. „Wann genau er eintreffen wird, wissen wir aber nicht“, sagte ein Gefängnismitarbeiter der Zeitung. Der Journalist solle möglicherweise gemeinsam mit einer größeren Gruppe von Festgenommenen ins Gefängnis gebracht werden.

In der Nacht zum Dienstag kam es erneut zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Als einige von ihnen mit Glas- und Plastikflaschen warfen und versuchten, eine Straße zu blockieren, setzte die Polizei nach Angaben des US-Senders CNN Tränengas und Blendgranaten ein. Augenzeugen berichteten auch von Schüssen. Journalisten kommentierten, das Vorgehen der hochgerüsteten Polizei erinnere an Kriegstaktik.

naw/dpa

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