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Die Mythen des iPads
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Tablet-PC Die Mythen des iPads

Hartnäckig halten sich Ansichten darüber, was mit dem Tablet-PC alles nicht gehen soll – vielfach Vorurteile aus jener Zeit, als das iPad vorgestellt wurde. Mittlerweile gelingt mehr. 2011 erreicht es rekordhafte Marktanteile.

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Einstieg ins Netz: Für ältere Menschen ist das iPad ein hervorragendes Werkzeug, um das Internet zu erkunden.

Quelle: Christian Burkert

„Mit dem iPad kann man keine langen Texte schreiben.“
In der Tat ist es gewöhnungsbedürftig, auf dem Glas und der darauf abgebildeten virtuellen Tastatur einen Text zu schreiben. Umlaute bremsen zunächst, da sie erst in einer zweiten Menüebene aufrufbar werden. Doch reicht ein schneller Fingerwisch über einen Vokal wie das u nach oben, um auch beim Schnellschreiben daraus in Sekundenbruchteilen ein ü zu machen. Und eine wunderbare Ergänzung zum iPad ist eine externe Tastatur. Drahtlos, also ohne Kabel, wird sie per Bluetooth mit dem Tablett verkoppelt. Das ist keine Fummelei in den Einstellungen, sondern reduziert sich in der Praxis aufs Einschalten von Bluetooth und das Anschalten der Tastatur. Für 69 Euro macht das äußerst stabile Tastengerät aus einem Aluminiumblock ordentlich was her – und ist kaum größer als das iPad selbst.

„Fürs iPad gibt es kein Word oder Excel. Das macht nur Probleme.“
Erst nach und nach kommen neue Apps fürs iPad auf den Markt, die Text- und Tabellenverarbeitung ermöglichen. Die von Apple selbst angebotenen Apps namens Pages und Numbers sind durchaus Microsoft-Word- und -Excel-kompatibel. Sie stammen aber halt nicht von Microsoft.

„Das iPad ist ein geschlossenes System.“
Dateien auf dem iPad zu speichern folgt in der Tat einem anderen Gedanken als dem herkömmlichen altbekannten, mit Dateisystemen zu hantieren. Auf dem iPad wird die Dateiebene weitgehend verdeckt. Entscheidend ist die Frage, was man mit einem Dokument als Nächstes anstellen möchte: Es ist stets nur mit derjenigen App aufrufbar, die hundertprozentig kompatibel zu dem Dokument ist – in anderen Apps werden einzelne Dokumente erst gar nicht als aufrufbar angezeigt. Dazu nutzt das Tablet wie kein zweites Speicherorte im Netz. So ist es keine Hexerei, ein Textdokument beispielsweise bei „Google Text & Tabellen“ mit Hilfe der Textverarbeitung-App Office2 HD abzulegen, live direkt mit und ohne Internet-Verbindung zu bearbeiten und später am Tisch-PC den jüngsten Stand vorzufinden. Solche Dokumente für einen klar begrenzten Personenkreis freizugeben, erfordert keine Spezialkenntnisse – aber natürlich die Bereitschaft, seine Dokumente wie in diesem Fall einem US-Unternehmen wie Google anzuvertrauen. Alternativ kann man jedoch auch einen sogenannten WebDAV-Server bei einem Hosting-Provider wie 1&1 oder Strato einrichten und seine Dinge dort in einem kennwortgeschützten Bereich ablegen. Durchaus begrenzt das iPad die Nutzung externer Geräte auf einige ausgewählte. Doch darf man dann sicher sein, dass sie durchdacht funktionieren.

„Das iPad hat nicht mal einen USB-Anschluss. Wie soll man da eine Kamera oder einen USB-Stick anschließen?“
Ein simples Adapterset namens Camera Connection Kit (29 Euro) stellt einen USB-Anschluss bereit. Damit lassen sich eine Reihe von USB-Geräten sinnvoll mit dem iPad verkoppeln – wenn auch nicht alle. Festplatten versagen in der Tat ihren Dienst. Doch eine Reihe von Kameras und USB-Sticks sowie auch das iPhone taugen über diese Kabelverbindung durchaus zum Datenaustausch. Das gelingt zum Beispiel, wenn man Fotos aus einem älteren iPhone 3GS aufs iPad übertragen möchte zum Anzeigen in groß. Bei neueren iPhones 4 gibt es dagegen noch eine Fehlermeldung. Ebenso lassen sich aus vielen Kameras Bilder aufs iPad übertragen, dasselbe gelingt mit Videos. Der in dem Set enthaltene zweite Adapter kann SD-Speicherkarten aus der Kamera aufnehmen und darauf enthaltene Daten aufs iPad übertragen.

„Mit dem iPad kann man nichts ausdrucken.“
AirPrint ist auf dem iPad das Werkzeug der Wahl, vorausgesetzt, man besitzt einen modernen HP-Drucker von Hewlett Packard. Ansonsten ist Drucken vom iPad aus auf anderen Druckern tatsächlich erst im Werden. Eine App namens ePrint kann mit einigen Fummeleien dabei helfen – das ist allerdings noch nicht Apple-mäßig einfach. Der Spruch von Steve Jobs über Empfangsprobleme beim iPhone 4 bekommt mit Blick auf die Druckenproblematik auf dem iPad eine neue Bedeutung: „You are holding it wrong“ (Sie halten es falsch). Diese gewisse Arroganz gegenüber Anwenderwünschen bedeutet fürs iPad tatsächlich, dass gegenwärtig seltener ein Dokument ausgedruckt werden kann. Fans werden sagen: Dann war es wohl auch gar nicht nötig. Praktiker mailen sich hingegen das fragliche Dokument an den Tisch-PC oder greifen per Dropbox am Druckerstandort darauf zu.

„Versuchen Sie mal, mit dem iPad Familienfotos auf dem Fernseher anzuzeigen.“
Versuchen Sie das mal mit einem PC. Das iPad bietet über ein Modul namens Apple TV (120 Euro) die Möglichkeit, Fotos und Videos auf dem Fernseher abzuspielen. Voraussetzung ist ein heimisches WLAN (Funknetz), in das sich iPad und Apple TV einklinken. Kurz darauf lässt sich das Geschehen auf dem Fernseher vom iPad aus steuern – oder auch vom iPhone. Anzeigbar sind auch Fotos und Videos vom vernetzten PC oder Mac, vorausgesetzt man hat sich auf iTunes als Verwaltungssoftware dafür eingelassen.

„Das iPad ist nur für junge Leute.“
Laut Studien taugt das iPad vor allem wegen seiner vereinfachten Bedienung für ältere Menschen. Laut Bitkom-Branchenverband erwägen in diesem Jahr 3 Millionen Deutsche, sich ein iPad anzuschaffen. Jugendliche zeigen zwar das größte Interesse, doch verfügen Senioren zumeist über mehr Geld.

„Im nächsten Jahr kommen neue Android-Geräte auf den Markt, die viel besser taugen.“
Tatsächlich erscheint 2011 wahrscheinlich massenhaft eine neue Produktgattung von Tablet-Computern auf Basis des Android-Betriebssystems von Google. Da plant Apple allerdings schon die zweite Generation seiner iPads, vorgestellt werden soll das iPad 2 im Februar – das Unternehmen dürfte so seinen technischen Vorsprung halten, wenn nicht sogar ausbauen.

„So positiv berichten über Apple-Produkte doch nur Journalisten, die zu viel Geld und keine Zeit dafür haben, sich wirklich mit den Problemen zu beschäftigen.“
Bingo: Probleme am Rechner möchte man einfach nicht mehr. Das iPad ist sofort da, wenn man es einschaltet, nie laut, selten fummelig. Es ist der Computer des Jahres 2011, hat das US-Magazin „Time“ jetzt geurteilt.

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