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Blendle wächst in Deutschland rasant

Digitaler Artikelkiosk Blendle wächst in Deutschland rasant

Der digitale Artikelkiosk Blendle entwickelt sich auch in Deutschland zur Erfolgsstory: Das seit einem Monat in Deutschland aktive Startup, das Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften einzeln im Netz vertreibt, wächst hierzulande deutlich schneller als auf seinem Heimatmarkt, den Niederlanden.

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Marten Blankesteijn, Gründer und CEO des Unternehmens Blendle, freut sich über den Erfolg.

Quelle: dpa

Genaue Zahlen gibt die 2013 gegründete Firma nicht heraus. Offiziell ist aber die Rede von einem „massiv schnelleren Wachstum“ als im Nachbarland. Die Nutzerzahlen seien viermal höher als in den ersten vier Wochen in der Heimat. „Es läuft sehr gut, wir werden viel schneller größer als in Holland“, schreibt Blendle-Gründer Marten Blankensteijn im Firmenblog.

Die Einnahmen in Holland verdoppelten sich derzeit alle sechs Monate. Deutschland stehe im Vergleich hochgerechnet noch besser da. „Wir haben den Meilenstein von 50.000 verkauften Artikeln viermal schneller erreicht“, schreibt Blankensteijn. Mehr als doppelt so viele Kunden wie in den Niederlanden lüden sich zudem gleich den Maximalbetrag von 50 Euro auf ihr Blendle-Kundenkonto.

Weltweit hat Blendle inzwischen 500.000 registrierte Kunden. Wie in den Niederlanden sei auch hier etwa die Hälfte der Leser jünger als 35 Jahre. „Unsere Nutzer sind jung und sie lieben Qualitätsjournalismus“, meint Blankensteijn. „Unsere Liste der populärsten Artikel sieht dramatisch anders aus, als die man von Facebook, Buzzfeed oder Twitter kennt. Keine Listicles. Keine Newshäppchen. Keine Werbung. Nur der beste Journalismus des Landes.“

Der am häufigsten bei Blendle gekaufte Artikel bisher ist eine Analyse zur Zukunft des Nahen Ostens aus „Cicero“ („Nahost 2035“, 35 Cent). Den zweiten Platz erreichte die Story „Naivität des Bösen“ aus der „Zeit“ zur Flüchtlingsdebatte (89 Cent). Und Platz drei ist – originellerweise – eine Story von Stefan Niggemeier aus der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über neue Vertriebsmodelle für digitale Medieninhalte (45 Cent). Also: eine Geschichte über Blendle selbst.

Wer sich bei Blendle registriert, kann für ein Startguthaben von 2,50 Euro die Funktionen testen, bevor er anschließend für Centbeträge einzelne Artikel kauft, ohne Abonemment und Mit Geld-zurück-Garantie, falls der Text die Erwartungen nicht erfüllt.

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