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"New York Times" erscheint mit weißem Fleck

Erneut Zensur in Thailand "New York Times" erscheint mit weißem Fleck

Wenn es um Beldeidigungen des königlichen Hofhundes geht, versteht die thailändische Militärverwaltung keinen Spaß. Zumindest wurde ein entsprechender Artikel in der internationalen Ausgabe der "New York Times" nicht gedruckt. Von Majestätsbeleidung ist die Rede. Nicht der erste Fall dieser Art.

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Dreimal innerhalb eines Monats hat die thailändische Druckerei einen Artikel der "International New York Times" nicht gedruckt.

Quelle: Twitter/Screenshot

Bangkok. Die internationale Ausgabe der "New York Times" ist in Thailand erneut zensiert worden. Ein Artikel über die Festnahme eines Mannes, der angeblich den Hund des thailändischen Monarchen beleidigt haben soll, wurde entfernt. Es erschien am Dienstag ein weißer Fleck mit dem Hinweis: "Dieser Artikel wurde von unserer Druckerei in Thailand entfernt." Online war der Artikel verfügbar.

Dies ist bereits der dritte Vorfall innerhalb eines Monats. Thailand steht seit einem Putsch im April 2014 unter Militärverwaltung. Die Militärs nutzen Thailands sehr strenge Gesetze gegen Majestätsbeleidigung, um jegliche Kritik am König oder Thronfolger zu unterbinden. Die Druckerei äußerte sich auf Nachfrage nicht.

Hündin ist dem König heilig

Thanakorn Siripaiboon war in seinem Haus verhaftet worden nachdem er sich in einem Internetpost sarkastisch über den in die Jahre gekommenen Vierbeiner des Königs geäußert hatte. Schlimmstenfalls drohen ihm bis zu 37 Jahre Haft. Den genauen Inhalt des Posts hat die Miliärverwaltung unter Berufung auf den Anwalt des Beschuldigten nicht veröffentlicht. Dieser hatte die Tatsache, dass Majestätsbeleidigung jetzt auch schon auf den königlichen Hund bezogen werde als "Nonsens" bezeichnet.

Sie geht vorweg und er rollt hinterher: Der thailändische König Bhumibol Adulyadej mit seiner Lieblingshündin Tongdaeng, die er einst von der Straße rettete.

Quelle: EPA/STR THAILAND OUT

Seine Hündin Tongdaeng ist dem thailändischen Monarchen offenbar heilig. 2002 hatte er die Mischlingshündin von der Straße gerettet und später sogar ein Buch über sie geschrieben. Auch zu offiziellen Terminen darf die Hündin ihr Herrchen regelmäßig begleiten.

dpa/caro

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