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Facebook aktiviert umstrittene „umgehende Personalisierung"

Datenschutz Facebook aktiviert umstrittene „umgehende Personalisierung"

Das soziale Netzwerk Facebook hat am Freitag damit begonnen, die bei Datenschützern umstrittene „umgehende Personalisierung“ zu aktivieren. Die Funktion erlaubt es Partnerseiten von Facebook, darunter die Microsoft-Suchmaschine Bing, automatisch auf Daten zuzugreifen, die Nutzer in dem sozialen Netzwerk veröffentlichen.

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Facebook hat nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Mitglieder.

Quelle: dpa

Facebook hatte die „umgehende Personalisierung“ bereits 2010 vorgestellt, sie nach heftigen Protesten von Datenschützern in Deutschland jedoch nicht aktiviert. In den Privatsphäre-Einstellung der Nutzerkonten war bislang vermerkt, dass die neue Funktion noch nicht zur Verfügung stehe. Seit gestern wurde dieser Hinweis nach und nach bei deutschen Nutzern entfernt und die Funktion automatisch aktiviert, wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte. Die Aktivierung bedeute jedoch nicht, dass die Partnerseiten auf die Daten der Nutzer zugreifen könnten. Bei deutschen IP-Adressen würden keine Informationen weitergeleitet, hieß es. Ob dies auch für den Fall gelte, dass sich ein deutscher Nutzer im Ausland bei Facebook einlogge, konnte die Sprecherin nicht sagen. Die neue Funktion lässt sich in den Privatsphäre-Einstellungen des Nutzerkontos ausschalten. Dafür muss im Bereich „Anwendungen und Webseiten“ unter dem Punkt „umgehende Personalisierung“ der entsprechende Haken entfernt werden.

Für Unmut bei Nutzern sorgt zudem seit einigen Tagen die Fehleranfälligkeit des Netzwerks. So beklagten zahlreiche Facebook-Mitglieder, dass weder Beiträge noch Kommentare auf persönlichen Pinnwänden veröffentlichen werden konnten. Betroffen waren auch sogenannte Fanseiten, die häufig von Unternehmen und Organisationen genutzt werden. Dabei erwies sich eine Funktion, mit der Administratoren zwischen ihrem persönlichen und dem Seitenaccount wechseln können, als fehleranfällig. Facebook teilte lediglich mit, das Problem zügig beheben zu wollen. Der Fehler lässt sich derzeit umgehen, wenn die Sprache von Deutsch auf English (US) umgestellt wird.

frs

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