Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Facebook startet Schnäppchen-Dienst in Deutschland
Nachrichten Medien Facebook startet Schnäppchen-Dienst in Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:57 31.01.2011
Facebook-Nutzer sollen mit "Deals" dazu gebracht werden, ihren Aufenthaltsort im Internet anzugeben. Quelle: dpa
Anzeige

Facebook hat seinen Schnäppchen-Dienst „Deals“ am Montag in Europa gestartet. Über die in Deutschland als „Angebote“ bezeichnete Funktion erhalten Mitglieder des Netzwerks Rabatte und Gutscheine, wenn sie mit ihrem Smartphone bei Unternehmen in ihrer Umgebung „einchecken“, sich also virtuell anmelden. In den USA ist die Funktion seit November verfügbar. Facebook will damit den Markt für lokale Online-Werbung erschließen.

Zum Start hat Facebook sieben zumeist deutschlandweit tätige Unternehmen als Partner gewonnen: den Kinobetreiber Cinemaxx, die Restaurantkette Vapiano, die Einzelhändler Esprit, Benetton, Douglas und Gravis, außerdem den FC Bayern München. Als Anreiz zum Besuch loben sie Rabatte oder Gratis-Angebote wie eine Tüte Popcorn, ein Computerspiel oder einen Fanschal aus. Benetton spendet für jede Anmeldung 2 Euro an ein Technologiezentrum in Kenia.

Facebook bewirbt den Dienst als Marketing-Instrument. „Geben Sie den Nutzern einen Grund, bei Ihrem Geschäft einen Stopp einzulegen und etwas zu kaufen“, heißt es in einem Papier für die Werbebranche, das das Blog Facebookmarketing.de veröffentlicht hat. Demnach sieht Facebook sowohl einmalige Rabatt- oder Geschenk-Aktionen als auch Treue-Gutscheine vor. Gruppenrabatte sind ebenfalls möglich, etwa wenn mehrere Freunde an einem Ort einchecken.

Gravis-Chef Archibald Horlitz erklärte, das neue Angebot von Facebook gebe „uns die Möglichkeit, jetzt noch näher mit unseren Kunden in Kontakt zu treten und sie auf Sonderaktionen hinzuweisen“.

Mehr als 200 der rund 600 Millionen Facebook-Mitglieder nutzen das Soziale Netzwerk auch unterwegs. Mit „Deals“ will das Unternehmen seine Position bei der mobilen Internet-Nutzung weiter stärken. Der Schnäppchen-Service bietet Mitgliedern der Plattform einen Anreiz, unterwegs über die Funktion „Places“ den eigenen Aufenthaltsort bekannt zu geben - das ist die Voraussetzung, um „Facebook-Angebote“ zu erhalten. Das Unternehmen hat diese Funktion als Reaktion auf den Erfolg von Ortungsdiensten wie Foursquare und Gowalla entwickelt.

Der Dienst ist nur auf Smartphones verfügbar, entweder über die Applikationen für iPhone und Android-Smartphones oder die Facebook-Website. Nutzer müssen über die Funktion „Orte“ bekannt geben, wo sie sind - sie sehen dann spezielle Angebote in der Nähe.

Wer diese Ortsmeldungen sehen kann - etwa die eigenen Freunde oder alle Mitglieder -, kann man über die Einstellungen zur Privatsphäre festlegen. Die Gutschein-Anbieter erhielten keine persönlichen Daten der Mitglieder wie Telefonnummer oder Adresse, betonte Facebook.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Unbezahlte Werbebotschafter: Werbekunden dürfen künftig die Einträge von Facebook-Nutzern für ihre Produktanpreisung verwenden. Die Werbe-Einblendungen des neuen Dienstes „Sponsored Stories“ sollen allerdings nur für Freunde des Werbebotschafters sichtbar sein.

26.01.2011

Deutsche Datenschützer haben nach einem Medienbericht einen Etappensieg gegen den Internetgiganten Facebook errungen. Das Unternehmen sagte demnach im umstrittenen Friend-Finder-Verfahren weitgehende Änderungen zu.

22.01.2011

Eigentlich wollte Google den Schnäppchen-Webdienst Groupon übernehmen - das scheiterte jedoch aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken. Nun will Google mit dem Dienst Google Offers ein ähnliches Rabatt-Modell wie Groupon anbieten.

21.01.2011

Präsidentensturz in Tunesien, blutige Demonstrationen in Ägypten: Der Freiheitsfunke ist längst auch auf die Jugend in Gaza übergesprungen. Allerdings lässt sie ihrer Wut im Internet freien Lauf - denn öffentliche Proteste könnten tödlich enden.

31.01.2011

Für ältere Menschen sind Webseiten im Internet oft unübersichtlich. Deshalb kommen viele Informationen aus dem Netz bei diesen Generationen nicht an. In Niedersachsen ist aus diesem Grund jetzt das Internetportal „Senioren-in-Niedersachsen“ gestartet.

30.01.2011
Medien "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" - Die Krönung: Mehr Mensch als Dschungel

Es war vielleicht die härteste Prüfung bisher, die Dschungelcamp-Staffel Nummer fünf. Kotzfrucht und Kakerlaken schocken nicht mehr. Die Kandidaten selbst sorgen für einen Eklat, der die Zuschauer bei Laune hält. Am Ende siegt ein Außenseiter.

30.01.2011
Anzeige