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„Gala“-Chefredakteur löst Dominik Wichmann ab

Wechsel beim „Stern“ „Gala“-Chefredakteur löst Dominik Wichmann ab

1948 gründete Henri Nannen die Illustrierte „Stern“. Über Jahrzehnte war sie ein Bestseller. Heute stemmt sie sich gegen Auflagenverluste. Keine leichte Aufgabe für Chefredakteure - der amtierende geht jetzt.

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Der künftige Chefredakteur Christian Krug war bereits früher beim „Stern“ tätig - als politischer Korrespondent und Ressortleiter sowie für die Bereiche Kultur und Unterhaltung.

Quelle: dpa

Hamburg. Das Magazin „Stern“ trennt sich nach nicht einmal eineinhalb Jahren von seinem Chefredakteur Dominik Wichmann. Auf den 42-Jährigen soll Christian Krug (48) folgen, der zurzeit noch Chefredakteur bei der Illustrierten „Gala“ ist.

Das habe der Vorstand von Gruner + Jahr entschieden, teilte der Zeitschriftenverlag am Donnerstag in Hamburg mit. Das Unternehmen sei in Trennungsgesprächen mit Wichmann. Vorübergehend soll der Magazin-Herausgeber und frühere „Stern“-Chefredakteur Andreas Petzold die Redaktion führen.

Wichmann, der sich als Blattmacher des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ profiliert hatte, war im Jahr 2011 zum „Stern“ gekommen, zunächst als Stellvertreter des langjährigen Chefredakteurs-Duos Thomas Osterkorn (60) und Andreas Petzold (59). Nach dem Generationswechsel im Mai 2013 baute Wichmann die Strukturen der Redaktion um mit dem Ziel, Print- und Online-Angebot stärker zu verzahnen.

„Wichmann hat mit großem Elan und viel Energie das journalistische Profil des „Stern“ gestärkt, sein Gesicht modernisiert und ihm eine neue Frische gegeben“, teilte Gruner + Jahr-Vorstandschefin Julia Jäkel mit. Er habe viele wichtige Impulse gesetzt. In Branchenmedien wurde spekuliert, dass Wichmanns Führungsstil Grund für die Ablösung gewesen sei. Dazu wollte sich ein Verlagssprecher nicht äußern.

Der künftige Chefredakteur Krug war bereits früher beim „Stern“ tätig - als politischer Korrespondent und Ressortleiter sowie für die Bereiche Kultur und Unterhaltung.
Die 1948 von Henri Nannen (1913-1996) gegründete Illustrierte hat wie andere Printmedien in Deutschland veränderte Lesegewohnheiten und den Vormarsch digitaler Angebote im Internet und mobiler Endgeräte zu spüren bekommen. Hatte das Blatt im Jahr 1999 noch 1,12 Millionen verkaufte Exemplare je Ausgabe, lag diese im 2. Quartal 2014 bei 756 659 Stück (IVW-geprüft).

Dafür wurde die Marke mit Extra-Ausgaben, Editionen und „Stern“-Ablegern wie „Neon“, „Nido“ und „View“ gestärkt. Auch das Digitalangebot war unter Wichmann vorangebracht worden.

dpa

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