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Hacker greifen CIA-Webseite an

LulzSec Hacker greifen CIA-Webseite an

Stundenlang war die Website des US-Geheimdienstes CIA kaum zu erreichen. Die gerade besonders umtriebige Hackergruppe Lulz Security rühmt sich über Twitter, dafür verantwortlich zu sein.

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In einer Twitter-Botschaft rühmte sich die kurz LulzSec genannte Gruppe, die Website des US-Geheimdienstes CIA zum Absturz gebracht zu haben.

Quelle: dpa

Nach Angriffen auf mehrere Firmen sowie auf Computer des US-Senats hat eine gerade besonders aktive Hackergruppe nach eigener Darstellung auch die Website des US-Geheimdienstes CIA zum Absturz gebracht. Von Mittwochnachmittag bis hinein in den Abend (Ortszeit) war www.cia.gov nur sporadisch zu erreichen. Seit Donnerstag läuft die Website wieder. Die Hackergruppe LulzSec (Lulz Security) erklärte im Kurzmitteilungsdienst Twitter, sie habe eine simple Attacke mit einer Flut an Datenpaketen gestartet. Sie verfügt vermutlich über ein sogenanntes Botnet mit zahllosen infizierten Computern, die ferngesteuert werden können. Wenn alle diese Rechner, die in Privatwohnungen oder in Firmen stehen können, gleichzeitig auf eine Website zugreifen, kann die schiere Datenmasse die Technik in die Knie zwingen - die Website ist nicht mehr zu erreichen.

Die CIA äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Die Website war am Donnerstag zwar wieder online, aber nur noch über eine gesicherte https-Internetverbindung zugänglich, wie sie etwa fürs Onlinebanking oder für den Online-Einkauf genutzt wird. Die Website sei "umgezogen", erklärten die CIA-Techniker knapp und ohne weitere Erklärung. LulzSec tritt erst seit diesem Jahr öffentlich in Erscheinung. Zu den bisherigen Aktionen gehören ein Angriff auf die Website des konservativen Fernsehsenders Fox, eine Attacke auf den öffentlich-rechtlichen US-Rundfunksender PBS aus Protest gegen eine Dokumentation über den mutmaßlichen Informanten der Enthüllungsplattform Wikileaks, der Diebstahl von Nutzerdaten von Sony Pictures Entertainment und ein Vorstoß auf Computer des US-Senats.

Eine neuerliche Attacke auf die Rechner des Senats habe abgewehrt werden können, teilte eine Verantwortliche am Mittwoch mit. Die Hacker riefen über Twitter dazu auf, eine eigens geschaltete Nummer mit einer Vorwahlnummer in Ohio anzurufen. Die Telefonate würden dann weitergeleitet - wohin verriet die Gruppe nicht. Das sei "eine lustige Überraschung". Zu den Opfern gehörte nach Angaben der Hacker die US-Bundespolizei: "Das FBI in Detroit hat hunderte Anrufe bekommen. Die Frau ist wahnsinnig geworden." Jede Sekunde gingen 5 bis 20 Anrufe auf die Nummer ein, erklärte Lulz Security.

Die Hackerszene scheint derzeit besonders aktiv. Die einen wollen mit ihren Aktionen auf Missstände hinweisen, andere für Chaos sorgen und wieder andere verfolgen kriminelle Interessen. In den vergangenen Wochen hatte es Attacken auf den Unterhaltungskonzern Sony, den Spielespezialisten Nintendo, den Rüstungsriesen Lockheed Martin sowie auf E-Mail-Konten von Google-Nutzern gegeben. Die Citigroup musste in der Nacht zum Donnerstag einräumen, dass in mehr als 360 000 Kreditkarten-Konten in Nordamerika eingebrochen worden sei. In Bonn eröffnete Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Donnerstag ein Nationales Cyber-Abwehrzentrum.

dpa

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