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Jetzt spottet auch Hallervorden über Erdogan

"Erdogan, zeig mich an!" Jetzt spottet auch Hallervorden über Erdogan

Kabarettist Dieter Hallervorden mischt sich in die Satire-Debatte um Jan Böhmermann ein. In dem knapp zweiminütigen Lied "Erdogan, zeig mich an!" findet der 80-Jährige deutliche Worte für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

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Kabarettist Dieter Hallervorden stellt sich mit seinem Lied "Erdogan, zeig mich an!" hinter Moderator Jan Böhmermann.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Hannover. Mit Dieter Hallervorden stellt sich ein weiterer Prominenter hinter den "Neo Magazin Royale"-Moderator Jan Böhmermann. Der 35-Jährige hatte mit seinem Erdogan-Schmähgedicht für politischen Wirbel gesorgt. Das ZDF löschte die entsprechende Sendung aus der Mediathek mit der Begründung, der Böhmermann-Beitrag "entspricht nicht den Ansprüchen, die das ZDF an die Qualität von Satiresendungen stellt". Seit vergangenen Mittwoch ermittelt die Mainzer Staatsanwaltschaft wegen Verdachts der Beleidigung von Organen oder Vertretern ausländischer Staaten gegen Böhmermann. Auch die Türkei fordert eine Strafverfolgung des Moderators.

Seit Wochen steht Moderator Jan Böhmermann wegen seines Erdogan-Schmähgedichts im Fokus des öffentlichen Interesses. Auch viele Prominente und Politiker beziehen Stellung.

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Jetzt mischt sich der Kabarettist Dieter Hallervorden in die Debatte ein. Der 80-Jährige hat auf Facebook das Stück "Erdogan, zeig mich an!" veröffentlicht. In dem knapp zweiminütigen Lied spitzt Hallervorden das Vorgehen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Bezug auf die Pressefreiheit satirisch zu: "Ich sing' einfach, was du bist: Ein Terrorist, der auf freien Geist nur scheißt!", heißt es zu deutscher Marschmusik in Schunkelmanier. 

Große Zustimmung für Hallervorden

Mit den Worten "Erdogan, mach' auch meinen Song bekannt. Erdogan, sei nur einfach wutentbrannt", weist Hallervorden auf das vom türkischen Staatspräsidenten selbst geschürte mediale Interesse hin. Jeder Witz, den er verbiete, mache ihn selbst zum Witz, spottet der 80-Jährige weiter.

Bei Facebook findet das Schmähstück à la Böhmermann große Zustimmung. Innerhalb von knapp 12 Stunden wurde der Beitrag gut 5000 mal geteilt und bekam weit mehr als 13.000 "Likes". Die Anzahl der "Gefällt mir"-Bekundungen steigt im Sekundentakt.

Böhmermann wird zum Dauerthema

Auch in der ARD-Talksendung "Anne Will" wurde am Sonntagabend über den Fall Jan Böhmermann debattiert: Grundlage der Diskussion war die anstehende Entscheidung der Bundesregierung, ob ein Strafverfahren gegen den Fernsehmoderator eingeleitet wird. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu das Gedicht als "bewusst verletzend" bezeichnet und so versucht, die Wogen zu glätten.

Seine Teilnahme an der Verleihung des Grimme-Preises sagte Böhmermann ab: "Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe. Mein Team von der Bildundtonfabrik und ich bitten um Verständnis, dass wir heute Abend nicht in Marl feiern können", schrieb er am Donnerstag bei Facebook. Der 35-Jährige erhielt den Preis für seine Satire rund um den Mittelfinger des griechischen Ex-Finanzministers Yanis Varoufakis .

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