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Immer mehr Politiker nutzen Internet für den Wahlkampf

Studie Immer mehr Politiker nutzen Internet für den Wahlkampf

Das Internet hat als Wahlkampfort offenbar an Bedeutung gewonnen. Hatte bei Bundestagswahl 2005 kaum ein führender Politiker eine eingener Internetseite, verfügen Spitzenkandidaten und Parteien diesmal häufig über mehrere Domains.

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Quelle: Surrey/Archiv

Das ergab eine am Donnerstag in Köln veröffentlichte Studie der Domainhandelsbörse Sedo. Danach haben außer der FDP alle im Bundestag vertretenen Parteien neben ihrem Parteiauftritt zusätzlich noch eine oder mehrere Domains. Zudem engagierten sich die Parteien der Studie zufolge auch mehr bei der Nutzung von Web 2.0-Anwendungen.

Der Zuspruch von Internetnutzern sei jedoch überraschend gering, konstatierte Sedo-Geschäftsführer Tim Schumacher. Während US-Präsident Barack Obama im sozialen Netzwerk Facebook auf mehr als sechs Millionen Unterstützer verweisen könne, stünden bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) knapp 15 000 und bei ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier knapp 5300 Unterstützer in der Liste.

Zu einem ähnlichen Urteil gelangt auch der Medienberater und ehemalige Unions-Wahlkampfmanager Michael Spreng. Er kritisierte im Deutschlandradio Kultur, die meisten Politiker würden vergessen, dass das Internet ein Dialogmedium sei und keines für endlos lange Verkündigungen. Wer sein zumeist junges Web 2.0-Publikum in den Zeiten des Wahlkampfs mit „Frontalunterricht“ via -Homepage langweile, erziele nicht die erhoffte Massenwirkung, betonte Spreng. Er erwarte, dass es erst 2013 in Deutschland den „ersten richtigen Internet-Wahlkampf“ geben werde.

Die CDU hat unterdessen im Internet eine Serie von Wahlspots vor Beginn der Ausstrahlung von Wahlspots im Fernsehen gestartet. In drei Kurzfilmen würden Bürger verdeutlichen, warum die Union die richtige Wahl sei, teilte die Partei am Donnerstag mit.

ddp

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