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In „Nina sieht es“ steht eine Hellseherin im Mittelpunkt

ARD-Komödie In „Nina sieht es“ steht eine Hellseherin im Mittelpunkt

Heute schon an morgen denken: In der Fantasykomödie „Nina sieht es“ mit Mina Tander, Lucas Gregorowicz und Stephan Kampwirth steht eine Hellseherin im Mittelpunkt. Der Film läuft am Mittwoch in der ARD.

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Nina (Mina Tander), Leo (Lucas Gregorowicz, Mitte) und Max (Stephan Kampwirth) haben beim Glücksspiel Geld gewonnen – weil Nina die richtigen Zahlen schon vorher wusste.

Quelle: ARD

Wer hat an der Uhr gedreht? Es war Nina. Und deswegen fühlt sich die junge Steuerberaterin schuldig am Tod ihrer Eltern. Und das war so: Als kleines Kind hat sie alle Uhren im Haus verstellt. Die Eltern setzten sich daher zur falschen Zeit in ihren roten Audi und fuhren zur Arbeit. Nina und ihr Bruder Leo blieben allein zu Haus. Und weil die Eltern deswegen auch zur falschen Zeit die Bahngleise überquerten, wurde ihr Fahrzeug prompt vom Zug erfasst. Und was war der Vater von Beruf? Fahrplantüftler bei der Bundesbahn! Verfügte das Mädchen damals schon über seherische Fähigkeiten? Die erwachsene Nina (Mina Tander) tut es.

„Nina sieht es“, heißt der ARD-Film am morgigen Mittwoch (20.15 Uhr), ein Fantasyfilm mit komödiantischen Untertönen. Ihrem Bruder Leo (Lukas Gregorowicz) muss sie ständig aus der Patsche helfen. Der ist klamm, weil er von drei Frauen drei Kinder hat – das vierte ist unterwegs, klagt er.

„Nina sieht es“ ist ein Fantasyfilm der leisen Töne. „Diese Balance zu halten, für meine Gestalt ein kleines Lächeln zu haben und sie doch nicht ans Lächerliche zu verraten, war nicht so ganz einfach“, sagt Hauptdarstellerin Mina Tander („Maria, ihm schmeckt’s nicht“). Aber sie habe Regisseur Rolf Silber vertraut, der gleichzeitig das Buch beisteuerte. Der ist eigener Angabe nach kein Esoteriker, glaubt aber, wie seine Hauptdarstellerin auch, „an ein paar Sachen, die wir nicht so wissen und auch nicht intellektuell ohne weiteres erklären können“. Und was wird aus einer Frau, die in die Zukunft blicken kann, ohne dass sie es wirklich will? Nina flieht vor ihren eigenen Fähigkeiten, möchte sie abschütteln und rettet aber dabei einem kleinen Mädchen das Leben, bevor es unter einen Müllwagen hätte geraten können.

Unter der Dusche plagen die Frau jedoch Visionen: Sie sieht die Wolkenkratzer an Frankfurts imposanter Skyline explodieren und Düsenjets am Himmel zusammenstoßen. Letztendlich begegnet Nina Max (Stephan Kampwirth), einem Experten für Anomalistik. An seinem Fischbecken spielt sie mit ihren Fingern verträumt im Wasser. Als Max auftaucht, lässt sie vor Schreck die Handtasche auskippen, das seit Minuten nicht kleiner werdende Waffeleis hält sie aber tapfer weiter in der Hand. Max soll sie von ihrer visionären Gabe befreien, hofft Nina. Doch nach der ersten großen Hoffnung steigen die Zweifel, ob er der richtige Mann dafür ist.

Fantasy kann spannend sein, wenn sie mit Action, Witz und guter Animation gepaart ist. Diese ARD-Komödie jedoch plätschert dahin. Vielleicht hätte sich Silber auf die Regiearbeit beschränken und das Buch jemand anderem überlassen sollen. Dann wäre den Zuschauern vielleicht manch holpernder Dialog erspart geblieben.

„Nina sieht es“ | ARD
Fantasykomödie
Mittwoch, 20.15 Uhr

Carsten Rave

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