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Nachrichten Medien Jamie-Lee bewirbt sich für den ESC
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12:55 12.01.2016
"The Voice"-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz bewirbt sich für Stockholm. Quelle: dpa
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Hannover

Der NDR hat die Kandidaten für den ESC-Vorentscheid bekannt gegeben. Unter den zehn Kandidaten ist auch Jamie-Lee Kriewitz, die "The Voice"-Siegerin aus Bennigsen bei Springe. Der Vorentscheid zum Eurovision Song Contest findet am 25. Februar statt.  Die 17-jährige Schülerin hatte Mitte Dezember das Finale des Gesangswettbewerbs „The Voice of Germany“ gewonnen, mit ihrem Lied „Ghost“ landete sie auf Platz elf der Singlecharts. "Ich würde gerne Deutschland beim ESC vertreten", sagte Kriewitz laut NDR. "Für mich persönlich wäre es eine krasse Erfahrung, an die ich vor einem Jahr nicht mal im Traum gedacht hätte.

Für den ESC-Vorentscheid unterbricht Jamie-Lee die Schule. "Ich mache jetzt eine schulische Pause und werde das 12. Schuljahr nachholen", sagte sie am Dienstag. "Ich konzentriere mich zu 100 Prozent auf die Musik." Der Song Contest stehe nun im Mittelpunkt. Das Abitur mache sie dann 2017 und damit ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Das sind die Kandidaten:

  • Avantasia: Hinter dem Projekt steht der Metal-Sänger und Komponist Tobias Sammet aus Fulda. Mit ihrem letzten Album "The Mystery Of Time" erreichte die Band in Deutschland Platz zwei in den Charts.
  • Alex Diehl: Der bayerische Songwriter nimmt mit seinem Facebook-Hit "Nur ein Lied" am ESC-Vorentscheid teil. Der Song war als spontane Reaktion auf die Terroranschläge von Paris entstanden.
  • Ella Endlich: Die Schlager-Pop-Sängerin hatte in den 90er Jahren erste Chart-Erfolge unter dem Namen Junia. Für die Titelmelodie des Films "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bekam sie 2012 Gold.
  • Gregorian: In dem Chor mischt der Hamburger Musikproduzent Frank Peterson gregorianische Musik mit modernen Unterhaltungsklängen. In 24 Ländern erzielten die CDs und DVDs Gold- und Platin-Status. 
  • Jamie-Lee Kriewitz: Die 17-Jährige hat im Dezember die jüngste Staffel von "The Voice of Germany" gewonnen. Beim ESC-Vorentscheid tritt sie mit ihrem Gewinner-Song "Ghost" an.
  • Joco: Das Indie-Pop-Duo besteht aus den Hamburger Schwestern Josepha und Cosima. Ihr 2015 erschienenes Debutalbum "Horizon" nahmen sie in den berühmten Abbey Road Studios in London auf.
  • Keøma: Eine Folk-Sängerin aus Australien und ein Kölner Rockmusiker haben sich zu der Band zusammengetan: Kat Frankie und Chris Klopfer. Ihr Debutalbum erscheint noch im Januar.
  • Laura Pinski: Die 19-Jährige aus Düsseldorf stand 2012 im Finale von "Das Supertalent". Ihr Song für den ESC-Vorentscheid stammt aus der Feder von Komponist Ralph Siegel.
  • Luxuslärm: Die Pop-Rock-Band aus Iserlohn in Nordrhein-Westfalen war schon für den Echo nominiert. Im Frühjahr erscheint das fünfte Studioalbum, mit dem die Musiker auch auf Deutschlandtour gehen.
  • Woods of Birnam: Sänger der Pop-Band ist Schauspieler Christian Friedel ("Das weiße Band"). Er steht mit Musikern der Gruppe Polarkreis 18 auf der Bühne. 
Zehn Acts treten beim deutschen ESC-Vorentscheid am 14. Mai an - einer wird beim ESC in Schweden auf der Bühne stehen: Wir stellen ihnen alle Teilnehmer für den deutschen ESC-Vorentscheid vor.

Im Vorjahr hatte es beim ESC-Finale in Wien für Deutschlands Kandidatin Ann Sophie aus Hamburg null Punkte gegeben. Der Schwede Måns Zelmerlöw gewann den Wettbewerb. Deswegen ist der Austragungsort jetzt Stockholm.

Der NDR hatte ursprünglich den Sänger Xavier Naidoo als deutschen ESC-Kandidaten nominieren wollen, ohne dass sich dieser in einem Vorentscheid gegen andere Kandidaten hätte durchsetzen müssen. Dagegen gab es heftigen Widerstand in der Öffentlichkeit - auch wegen umstrittener Äußerungen Naidoos. Ihm wurde unter anderem eine schwulenfeindlichen Haltung vorgeworfen. Der Sänger wehrte sich gegen seine Kritiker, der NDR zog am Ende jedoch seine Nominierung zurück. "Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt", erklärte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber im November vergangenen Jahres.

Der deutsche Vorentscheid am 25. Februar ist eine Koproduktion des NDR mit der Kölner Firma Brainpool - an ihr ist auch Entertainer Stefan Raab beteiligt.

frs/dpa

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