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Kachelmann verklagt "Bild" auf höhere Entschädigung

Berufungsverfahren Kachelmann verklagt "Bild" auf höhere Entschädigung

Für die Berichterstattung über den Kachelmann-Prozess wurde "Bild" zu einer Rekord-Entschädigung von 635.000 Euro verurteilt. Nun geht es im Berufungsverfahren weiter: "Bild" will die Entschädigung drücken. Und Kachelmann? Will nun 950.000 Euro.

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Sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung verleumdet: Jörg Kachelmann.

Quelle: dpa/Archiv

Köln. Es ist eine Rekordsumme: 635.000 Euro soll Jörg Kachelmann von "Bild" bekommen - als Entschädigung für die Verletzung seines Persönlichkeitsrechts. So hat es das Landgericht Köln im vergangenen Jahr entschieden. Doch der Rechtsstreit geht weiter: An diesem Donnerstag (10.30 Uhr) beginnt vor dem Oberlandesgericht Köln das Berufungsverfahren.

Mehr als 30 Persönlichkeitsrechtsverletzungen

Die Entschädigungssumme von 635.000 Euro verteilt sich auf 38 Fälle schwerwiegender Persönlichkeitsrechtsverletzungen in verschiedenen Verlagstiteln des Springer-Konzerns. Dabei geht es um die Berichterstattung über den Kachelmann-Prozess.

Als flapsiger Wettermoderator in der ARD machte Jörg Kachelmann Karriere. Mit der war es vorbei, als der Schweizer vor über fünf Jahren verhaftet wurde. Kachelmann wurde freigesprochen, ab da wechselte er in die Rolle des Klägers. Eine Chronologie in Bildern.

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Der Wettermoderator war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Kachelmann sieht sich durch die Berichte weiter Teile der Medien verleumdet. Er wirft ihnen Voreingenommenheit und Falschinformationen vor.

"Nochmal eine Schüppe drauflegen"

Gegen das Urteil des Landgerichts hat nicht nur Springer, sondern auch Kachelmann Berufung eingelegt. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die zweite Instanz nochmal eine Schüppe drauflegen wird", sagt Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker. Kachelmann will nun 950 000 Euro.

Springer hatte sofort nach dem Urteil angekündigt, in Berufung zu gehen. Es könne nicht im Interesse einer freien Presse sein, wenn Medien "irrwitzige Geldentschädigungen" zahlen müssten, nur weil sie über aufsehenerregende Strafprozesse gegen bekannte Persönlichkeiten berichteten.

In erster Instanz hatte das Landgericht Köln die Axel Springer SE wegen schwerwiegender Persönlichkeitsrechtsverletzungen zu einer Zahlung von 335 000 Euro und die Bild GmbH & Co. KG zur Zahlung von 300 000 Euro verurteilt. Kachelmann hatte insgesamt 2,25 Millionen Euro Entschädigung gefordert.

dpa/zys

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