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Medien Ki.KA startet 26-teilige Jugendserie „Emmas Chatroom“
Nachrichten Medien Ki.KA startet 26-teilige Jugendserie „Emmas Chatroom“
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19:48 21.11.2010
Von Heike Manssen
Ally (Marny Kennedy, von links), Emma (Sophie Karnbjinski) und Jackie (Charlotte Nicdao) haben Spaß – egal, wo und wobei. Quelle: KI.KA
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Das Leben kann so schön sein. So schön wie das von Emma, Ally und Jackie. Die 14-jährigen Mädels sehen nicht nur toll aus, wohnen in tollen Häusern, haben tolle Eltern, können toll tanzen – nein, sie erleben auch noch tolle Sachen. Aber das ist völlig in Ordnung. Denn warum soll es in Jugend­serien immer nur um Scheidung, Schule und Schwierigkeiten gehen? In „Emmas Chatroom“ werden Charaktere gezeigt, die zwar ihre Problemchen, aber hauptsächlich Spaß am Leben haben.

Die 26-teilige Serie ist so eine Art modernes Märchen – im Mittelpunkt Mädchen und die Wunder der Technik: Nach einem aufregenden Jahr an der internationalen Schule Singapur droht die enge Freundschaft zwischen Emma (Sophie Karbjinski), Ally (Marny Kennedy) und ihrer singapurischen Freundin Jackie (Charlotte Nicdao) zu zerplatzen. Emmas Eltern werden beruflich wieder nach Hamburg versetzt, und Ally kehrt auf die Pferdefarm ihrer Familie nach Australien zurück (allein das ist für die Zielgruppe schon märchenhaft genug).

Um trotzdem weiterhin in Kontakt zu bleiben, bekommen die Freundinnen ein besonderes Geschenk von Jackies Bruder – den Zugang für einen eigens für sie programmierten Chatroom. Kaum zu Hause angekommen, stellen Emma und Ally ihre Computer an, doch das Entsetzen ist groß, als sie sich plötzlich alle leibhaftig gegenüberstehen. Die drei stellen fest, dass sie sich über ihren Chat­room jederzeit in Hamburg, Singapur oder Sydney treffen können. Sie sind entschlossen, diese märchenhafte Möglichkeit, sich durchs Cyberspace in drei Kontinente zu beamen, maximal auszunutzen. Und niemand darf davon Wind bekommen.

Das geheime Länderhopping bildet den Rahmen der 45-minütigen Geschichten, in denen es dann um Liebeskummer, Geheimnisse oder Handyschulden geht. Und natürlich ums Tanzen. Dabei tragen die Freundinnen jederzeit coole Klamotten. Zum Glück wird in der fröhlichen Mädchenrunde auch immer mal wieder herumgezickt. Dazu kommen Konflikte, die teilweise durch die Zeitverschiebung und die kulturellen Unterschiede bedingt sind.

Die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt verschwimmen in der Serie häufiger mal. Das ist gewollt. Aufmerksame Eltern könnte dies hellhörig werden lassen. Sie denken nicht nur an die Möglichkeiten, sondern auch an die Gefahren, die im Internet lauern. Doch Hin- und Herbeamen funktioniert nicht, und auch Wölfe fressen keine Großmütter. Zur elterlichen Beruhigung wird bereits in der ersten Folge ganz beiläufig thematisiert, dass die Privatsphäre auch im Internet geschützt werden muss.

Der eher weiblichen jungen Zielgruppe wird „Emmas Chatroom“ sicher gefallen, mitguckende Eltern können sich ja immer noch an den tollen Stadtaufnahmen von Hamburg, Sydney und Singapur erfreuen.

Die einzelnen Folgen sind nämlich tatsächlich in den drei Städten gedreht worden. Ebenso kommen die erfrischend agierenden Jungschauspielerinnen aus den jeweiligen Ländern der drei Kontinente. Die Serie ist als Koproduktion mit Noel Price, einem australischen Produzenten, und dem Norddeutschen Rundfunk entstanden. Um die verschiedenen Episoden überhaupt schreiben zu können, wurde zwischen Australien und Deutschland ein sogenannter ­„Writers Room“ gegründet. Deutsche und australische Autoren haben sich dort getroffen und einen gemeinsamen Stil und Zungenschlag erfunden. Regisseur Ralph Strasser und Kameramann Kim Batterham sorgten dann an den unterschiedlichen Drehorten für ein einheitliches Erscheinungsbild.

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