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Medien Kommt bald die Digitalbrille für den Postboten?
Nachrichten Medien Kommt bald die Digitalbrille für den Postboten?
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16:17 10.07.2016
Datenbrillen wie diese könnten der Post in Zukunft bei der Arbeit helfen. Quelle: EPA/Filip Singer/dpa (Symbolbild)
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Bonn

Der Briefträger der Deutschen Post könnte demnächst mit einer hilfreichen Datenbrille um die Ecke kommen. Vorstandschef Frank Appel sieht in der Digitalisierung mit dieser und vielen weiteren Anwendungsmöglichkeiten eine "Riesenchance" für den Bonner Konzern, weil die Produktivität so massiv steigen könne. In der Industrie werde der Trend dafür sorgen, dass Arbeitsplätze aus Fernost zurück nach Europa geholt werden, sagte er der "Welt am Sonntag".

Allerdings werde die Arbeit in den neuen Fabriken dann "im Wesentlichen von Robotern erledigt". Appel regte daher an, in Zukunft bei der Arbeit von Menschenhand auf die Mehrwertsteuer zu verzichten – und nur die Arbeit von Robotern zu besteuern. "Warum denn nicht? Man sollte das zumindest einmal durchdenken. Lebensmittel etwa sind ja auch vergünstigt bei der Mehrwertbesteuerung", erläuterte Appel. Bei der Digitalisierung gehe es auch um die Themen Bildung/Ausbildung.

Die Deutsche Post experimentiere mit selbstfahrenden Robotern, die die Zusteller unterstützten. In den Lagerhallen arbeite der Konzern schon mit digitalen Brillen ("Smart Glasses"), die Produkte auffinden und Wege vereinfachen. "Den Einsatz dieser Technik kann ich mir auch bei Briefträgern vorstellen, wenn sie in Zustellgebieten eingesetzt werden, die sie nicht kennen", sagte Appel der Zeitung. Dadurch könnten sie Briefkästen oder Adressen viel einfacher finden.

Gegen die Behörden-Aufforderung, bestimmte Werbebriefe ("Impulspost") teurer zu machen, wehrt sich der Konzern nun juristisch. "Wir werden rechtlich gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur vorgehen, denn wir meinen, dass die Regulierungsbehörde den Markt für derartige Geschäfte anders definieren muss", betonte Appel. Die Agentur hatte der Deutschen Post Ende Juni Dumping beim neuen Werbebrief vorgeworfen und den Konzern zu Preiserhöhungen verpflichtet.

dpa

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