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Magazin wirbt mit Angela Merkel – als Lesbe

Werbeikone Kanzlerin Magazin wirbt mit Angela Merkel – als Lesbe

Das lesbische Magazin "Straight" hat ein Video veröffentlicht, das Angela Merkel mit einer fremden Frau im Hotelzimmer zeigen soll. Es macht damit Stimmung für gleichgeschlechtliche Ehen. Geschickt oder geschmacklos? Zumindest nichts Neues. Angela Merkel musste schon oft als Werbeikone herhalten.

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Das lesbische Magazin "Straight" zeigt Angela Merkel in intimen Posen mit einer Frau – und macht damit für sich Werbung.

Quelle: Twitter/@Straight

Hannover. Eine versteckte Kamera späht in ein Hotelzimmer. Am Fenster steht eine Frau – Kanzlerin Angela Merkel, scheint es – und tippt auf ihrem Smartphone. Im Hintergrund berichtet ein Nachrichtensprecher, dass sich Irland in einer historischen Volksabstimmung für die Homo-Ehe entschieden hat. Von hinten nähert sich eine junge Frau mit langen, braunen Haaren der mutmaßlichen Kanzlerin. Sie legt ihre Arme um Merkel, küsst ihren Nacken. Die Politikerin hält inne, genießt die Berührungen.

Das Video hat das lesbische Magazin "Straight" bei Youtube veröffentlicht. Der Titel: "Ganz Europa hasst Merkel? Ja, bis auf diese Frau." Es ist Werbung – für das Magazin, das erstmals am 22. Juli erscheint, und für die gleichgeschlechtliche Ehe, die Merkel zuletzt im Interview mit dem Youtuber LeFloid noch einmal deutlich abgelehnt hat.

Ein Video, das Merkel als Lesbe zeigt, das mag man, je nach politischem Lager, geschmacklos, geschickt oder umwerfend finden. Neu indes ist es nicht. Diverse Male muss Angela Merkel bereits als Werbeikone herhalten: mit zerzausten Haaren für Sixt-Cabrios, in Unterwäsche für Bruno Banani, küssend mit Nicolas Sarkozy für Benetton, als Greisin für Greenpeace als Baby für die Welt Kompakt.

Sixt, Benetton, Greenpeace, Welt Kompakt – mit Kanzlerin Angela Merkel haben sie alle schon Werbung gemacht.

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Dabei überschreiten die Werbetreibenden auch ab und an die Grenzen des erlaubten. So bekam Ex-Außenminister Joschka Fischer 200.000 Euro vom Axel Springer Verlag zugesprochen – auch er war als Baby gezeigt worden –, während Oskar Lafontaine gegenüber Sixt unterlag. Die Begründung: Die Springer-Werbung hatte keinen konkreten Anlass für die Verwendung der Politikerbilder, die Sixt-Werbung hingegen ging bereits in die Richtung einer politischen Karikatur.

aks

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