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Telekom-Störung war möglicherweise Hackerangriff

Internet, Telefonie und Fernsehen Telekom-Störung war möglicherweise Hackerangriff

Die Deutsche Telekom vermutet hinter der massiven Störung in ihrem Netz einen Angriff von außen. Das Unternehmen arbeitet an einer Lösung. Wann das Problem endgültig behoben sein wird, lasse sich nicht voraussagen, räumte ein Sprecher ein.

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Die massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom sind nach Angaben des Unternehmens im Verlauf des Montags deutlich zurückgegangen.

Quelle: Oliver Berg

Hannover. „Wir gehen davon aus, dass auf die Router von außen Einfluss genommen wurde“, sagte ein Telekom-Sprecher. Offenbar sei eine Schadsoftware auf die Geräte aufgespielt worden. Betroffenen Kunden bietet die Telekom an, das Internet via Handy zu nutzen.

Die Probleme mit den Routern hatten am Sonntag begonnen. Am Montagmorgen erklärte das Unternehmen, betroffen seien rund 900.000 von etwa 20 Millionen Festnetzkunden. Im Laufe des Tages reduzierte sich die Zahl den Angaben zufolge „deutlich“. „Die eingespielten Patches und Software-Updates greifen“, sagte der Sprecher.

Telekom-Techniker sucht nach der Ursache

Auch auf der Seite „allestoerungen.de“ meldeten sich am Montag weniger Telekom-Kunden als noch am Sonntag. Aber demnach handelte es sich um eine bundesweite Störung. Auf „allestoerungen.de“ häuften sich die Beschwerden von Telekom-Kunden aus Großstädten – wo viele Menschen leben, hat das Unternehmen auch mehr Nutzer. Auch in der Region Hannover und Braunschweig tauchte das Problem auf. Wann Kunden Anspruch auf Schadenersatz haben, lesen Sie hier.

Wann das Problem endgültig behoben sein wird, lasse sich nicht voraussagen, räumte der Sprecher ein. Was zu den Ausfällen geführt hat, sei noch nicht geklärt, teilte die Telekom mit. „Wir erwarten ein Ergebnis der Analysen in den kommenden Tagen“, sagte der Sprecher.

Kunden sollen Router kurz vom Netz nehmen

Das Netz selbst war den Angaben zufolge nicht gestört, sondern die Identifizierung der Router bei der Einwahl. Deshalb geht das Unternehmen dem Verdacht nach, dass die Router von einer Schadsoftware befallen wurden, die es unmöglich machte, dass sich die Geräte mit dem Telekom-Netz verbinden. Das Problem betrifft demnach verschiedene Router-Modelle – welche genau, werde weiter analysiert.

Die Telekom empfahl allen betroffenen Kunden erneut, ihren Router vorübergehend vom Netz zu nehmen. Das gelte auch für diejenigen, die das bereits am Sonntag ohne Erfolg ausprobiert hätten. „Wir bringen ständig neue Lösungen ins Netz ein“, erklärte das Unternehmen.

Die Grünen-Bundestagsfraktion kritisierte die Informationspolitik des Unternehmens. „Die Telekom lässt ihre Kunden mit dem Problem allein“, sagte der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Bemühungen des Unternehmens, die Ausfälle zu beheben, schienen „bislang wenig koordiniert“. Und die Ratschläge an die Kunden wirkten „hilflos“.

Datenbank-Panne legt Telekom-Netz lahm

Vereinzelte Störungen gibt es in den Netzen von Telekommunikationsanbietern häufig. Erst im Juni hatte es im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom einen massiven Netzausfall gegeben. Tausende Kunden konnten weder telefonieren noch im Netz surfen. Ursache war damals ein Problem mit der zentralen Datenbank: ein Fehler führte dazu, dass die SIM-Karten in den Handys nicht mehr darauf überprüft werden konnten, ob sie gültig sind und welchem Abrechnungskonto sie zuzuordnen sind.

Auch im August hatte das Unternehmen mit einer bundesweiten Störung zu kämpfen. Die Ausfälle traten bundesweit auf. Eine Erklärung für die Störung gab es von der Deutschen Telekom zunächst nicht.

Von RND/are/ewo/dpa/afp

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