Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Mehr Platz für Leserkommentare
Nachrichten Medien Mehr Platz für Leserkommentare
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:16 26.08.2010
Übersichtlich und nutzerfreundlich: Das neue HAZ-Forum soll guten Diskussionen mehr Raum bieten. Quelle: Screenshot
Anzeige

Rund 40.000 Kommentare – so viele Beiträge haben die Nutzer von HAZ.de binnen des ersten Halbjahrs 2010 auf dem Portal der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung geschrieben und veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt. Diese Steigerung ist Kennzeichen einer Entwicklung, die sich im Internet bereits seit einigen Jahren vollzieht: Immer mehr Leser wollen Nachrichten nicht nur passiv konsumieren, sondern aktiv die aktuellen Geschehnisse kommentieren, ihre eigene Einschätzung mitteilen und Denkanstöße geben – Denkanstöße etwa für Politiker, aber auch für Journalisten.

Aufgrund dieser Entwicklung soll Leserbeiträgen auf HAZ.de nun mehr Raum gegeben werden: Aus der reinen Kommentarfunktion, bei der Beiträge bislang nur direkt unterhalb eines Artikels abgegeben werden konnten, ist nun ein komplettes Forum geworden. Dort werden die Nutzer ihr Mitteilungsbedürfnis künftig noch besser ausleben können – denn das Forum bietet deutlich mehr Möglichkeiten als die bisherige Kommentarfunktion.

Übersichtlicher: Die Kommentare werden weiterhin direkt unter dem Artikel angezeigt. Anders als bisher erscheinen dort aber nicht mehr alle Kommentare, sondern nur noch die fünf neuesten. Alle weiteren finden sich im Forum. Die diskutierten Themen sind im Forum übersichtlich nach Ressorts sortiert.

Dauerhafter: Viele Diskussionen überdauern den aktuellen Artikel, unter dem sie gerade ausgetragen werden. Es gibt noch viel zu sagen – aber inzwischen ist bereits ein neuer Artikel zum gleichen Thema erschienen. Bislang wiederholten sich daher oft Diskussionen unter ähnlichen Artikeln, andere brachen abrupt ab, wenn ein neuer Artikel zum Thema erschien. Mit dem Forum bleiben die Diskussionen lebendig: Jedem neuen Artikel kann bei Bedarf ein bereits existierender Diskussionsstrang zugewiesen werden. Die bereits begonnene Diskussion kann also bequem fortgeführt werden.

Verbindlicher: Bislang konnten Kommentare auf HAZ.de vollkommen anonym abgegeben werden. Die Kommentatoren dachten sich einen Nutzernamen aus, verfassten ihren Beitrag und konnten ihn sofort veröffentlichen. Diese anonyme Kommentarfunktion hatte aber auch Nachteile: So konnte sich niemand seinen Nutzernamen sichern, und mancher Spaßvogel machte sich einen Jux daraus, Beiträge unter dem Nutzernamen eines anderen zu schreiben. Jetzt müssen sich Nutzer einmalig mit einer gültigen E-Mail-Adresse anmelden, bevor sie Kommentare verfassen und veröffentlichen können. So kann man sich von nun an darauf verlassen, dass hinter jedem Pseudonym nur noch ein Nutzer steckt. Im Forum können die Nutzer untereinander jetzt auch private Nachrichten austauschen, die nicht für alle sichtbar veröffentlicht werden.

Gesitteter: Ein weiterer Nachteil der bislang offenen Kommentarfunktion bestand darin, dass Störer sachliche Diskussionen sabotieren konnten. Auch das ist ein Internetphänomen: Im Schutz der vermeintlichen Anonymität des Netzes vergessen manche Nutzer ihre gute Kinderstube und vergreifen sich unablässig im Ton. „Beleidigungen und Pöbeleien wollen wir in unserem Portal aber keinen Raum bieten“, sagt Sascha Aust, der als Community-Manager das Forum betreut. Es wäre zwar naiv zu erwarten, dass im Forum nun jede Diskussion im Stile eines distinguierten Debattierklubs geführt werde, dafür habe sich im Internet ein doch oftmals deutlich rauerer Ton als in der realen Welt etabliert. „Aber wir wollen dafür Sorge tragen, dass ein gesitteter Umgang in unserem Forum tonangebend bleibt.“ Schließlich wolle man den Nutzern Gelegenheit geben, in einem angenehmen Rahmen Argumente und Meinungen auszutauschen.

„Daher werden wir das Forum intensiv betreuen und gegebenenfalls restriktiv eingreifen, wenn eine Diskussion aus dem Ruder zu laufen droht“, sagt Aust. Ein besonderes Augenmerk legen der Community-Manager und sein Moderatoren-Team dabei auch auf Trolle. So werden im Internet jene Forennutzer genannt, die es darauf anlegen, Diskussionen durch Nonsens-Beiträge zunichtezumachen. „Sicher wird auch unser Forum nicht von Trollen verschont bleiben – dann wären wir vermutlich das erste im Internet –, aber wir wollen uns dafür einsetzen, dass es möglichst wenig trollig auf HAZ.de zugeht.“ 

Nutzerfreundlicher: Derzeit befindet sich das Forum noch im sogenannten Beta-Betrieb, es können also noch kleine Unregelmäßigkeiten auftreten. Gemeinsam mit den Nutzern sei man dabei, das Forum noch besser zu machen. „Wir nehmen gern Anregungen unserer Nutzer auf – schließlich sollen sie sich im Forum wohlfühlen“, sagt Aust. Im Forum werden derzeit in einem eigenen Diskussionsstrang alle Verbesserungsvorschläge gesammelt. „Diese werden wir auswerten und dann schauen, was wir davon umsetzen können. Die Forensoftware bietet noch einige Möglichkeiten, die wir nach und nach freischalten werden.“

Das neue Forum finden Sie im Internet unter .

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Yahoo und Microsoft haben eine enge Zusammenarbeit in der Internet- Suche vereinbart. Jetzt hat Yahoo zunächst in Nordamerika die Suchmaschine von Microsoft Bing übernommen. In der Gunst der Internet-Nutzer aber könnte Yahoo schon bald von Facebook überholt werden.

25.08.2010
Medien Computerspiele-Party - Ego-Shooter für den Bundestag

Politik und Computerspiele - ein schwieriges Verhältnis. Nach Bluttaten wie in Erfurt und Winnenden wird schnell ein Verbot von Killerspielen gefordert. Jetzt will eine Gruppe von Abgeordneten Berührungsängste abbauen und lädt zur LAN-Party im Bundestag ein.

24.08.2010

Prägnante Stimme als Markenzeichen: Der Fernsehjournalist Lothar Loewe ist im Alter von 81 Jahren in Berlin gestorben. Loewe galt als Chronist des Kalten Krieges - und wurde wegen seiner Berichte einst aus der DDR ausgewiesen.

23.08.2010
Anzeige