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Der "Playboy" wird züchtig

Keine Nacktbilder mehr Der "Playboy" wird züchtig

Das Männermagazin "Playboy" will künftig keine Bilder von nackten Frauen mehr drucken. Das seit den 50er Jahren erscheinende Magazin begründet diesen Schritt mit dem Angebot im Internet. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien überholt.

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War auch schon im Playboy: Topmodel Kate Moss auf dem Titel im Dezember 2013.

Quelle: dpa/Archiv

Los Angeles. Seit Jahrzehnten steht das amerikanische "Playboy"-Magazin für unzweideutige Bilder entblößter Frauenkörper – aber damit soll jetzt Schluss sein. Ab kommendem Frühjahr werde die berühmte Zeitschrift komplett neu gestaltet, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Zwar würden Frauen weiter in provokativen Posen gezeigt, jedoch sollen sie nicht mehr völlig nackt abgebildet werden.

"Playboy"-Gründer Hugh Hefner (89) habe einem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redakteure zugestimmt, hieß es.

Das Playboy-Magazin will seine legendären Nacktfotos abschaffen. Die Meldung sorgt auf Twitter für Erstaunen – und Spott. Eine Auswahl der Reaktionen auf die "Playboy-Revolution" haben wir hier zusammengestellt.

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Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte "Playboy"-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der Playboy schon lange gewonnen. "Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen", so Flanders. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

"Es ist die richtige Entscheidung"

Einst hatten sogar Ikonen wie Madonna, Sharon Stone und Naomi Campbell die Hüllen fallen lassen, um im Playboy die Männerfantasien zu beflügeln. Aber diese Zeiten seien im neuen Medienzeitalter passé, so die Playboy-Macher.

Nach Schätzungen der Medienorganisation "Alliance for Audited Media" ist die Auflage des Magazins von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800.000 geschrumpft. "Der Zwölfjährige in mir ist sehr enttäuscht", sagte Redakteur Cory Jones, der Hefner den Vorschlag zur Umgestaltung unterbreitet hatte. "Aber es ist die richtige Entscheidung."

dpa

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