Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Polizei löst Facebook-Partys auf
Nachrichten Medien Polizei löst Facebook-Partys auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:20 14.06.2011
Immer öfter nutzen Jugendliche Facebook für Party-Aufrufe. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Spontane Partys nach Facebook-Einladungen haben mehrere Einsätze der Polizei zu Pfingsten ausgelöst. Mit einem Großaufgebot rückten die Beamten zu einer über das Netzwerk organisierten Techno-Party in Lörrach in Baden-Württemberg an. 500 Techno-Jünger feierten in der Nacht zum Sonntag unter freiem Himmel mit professioneller Ausrüstung so laut, dass Anwohner sich bei der Polizei beschwerten. In der München war über Facebook zu einer Samstagabend-Party in der U-Bahn aufgerufen worden. Auch bei Hamburg musste die Polizei eine Facebook-Fete auflösen.

In Lörrach hatte ein 35 Jahre alter Techno-Fan zu der Party aufgerufen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im Einsatz waren unter anderem etwa 40 Beamte und drei Hundestaffeln. Die Feier sei ohne größere Widerstände aufgelöst worden.

Feiernde pendeln zwischen zwei U-Bahnstationen

In der Münchner U-Bahn war die Party nach drei Stunden vorbei. Nach Angaben der Polizei hatten Feierlustige am Samstag ebenfalls über Facebook zu einer Party eingeladen. Gegen 21.30 Uhr seien 250 junge Menschen zwischen zwei U-Bahn-Stationen in der Innenstadt hin und her gefahren. Andere Fahrgäste fühlten sich gestört, einige hatten Platzangst. Die Feiernden verließen die Haltestelle, nachdem sie per Durchsage dazu aufgefordert worden waren. Draußen erteilte die Polizei Platzverweise.

Am Allermöher See in Hamburg löste die Polizei in der Nacht zum Sonntag eine Facebook-Party auf. Zunächst hatten sich 650 Jugendliche eingefunden, um zwei Uhr nachts waren noch mehr als 200 dort und überwiegend betrunken. Drei von ihnen wurden vorübergehend festgenommen. Ein Facebook-Aufruf zu einer Party am Freitagabend in Ahrensburg blieb dagegen weitgehend unbeachtet.

Anfang Juni hatte ein Mädchen in Hamburg auf Facebook seinen 16. Geburtstag gepostet und dabei aus Versehen massenweise fremde Leute zu ihrer Party eingeladen. Eigentlich hatte Thessa nur mit ihren engsten Freunden feiern wollen, aber vergessen, die Fete als privat zu markieren. Mehr als 16.000 Menschen sagten zu. Schnell sagte das Mädchen die Party wieder ab, dennoch zogen 1600 Feiernde vor ihr Elternhaus in Hamburg. Es gab Schlägereien, brennende Mülltonnen und demolierte Autos, Verletzte und Festnahmen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Ein Stadtfest in Ahrensburg bei Hamburg ist trotz eines Aufrufs in Facebook am Freitag vom Ansturm tausender Jugendlicher verschont geblieben - nur ungefähr 35 Besucher waren dem Partyaufruf eines Jugendlichen aus Pinneberg gefolgt.

11.06.2011

Riesenspaß oder grober Unfug? Immer wieder laden zumeist junge Menschen über das Internet Tausende zu Massenpartys ein. Dieses Modephänomen stellt die betroffenen Kommunen vor erhebliche Probleme. Jetzt hat ein 17-Jähriger 20.000 zur Feier nach Ahrensburg in Schleswig-Holstein eingeladen.

09.06.2011

Facebook hat seine bereits vor Monaten angekündigte Gesichtserkennung gestartet. Die neue Funktion wurde jetzt flächendeckend freigeschaltet – ohne die Mitglieder des sozialen Netzwerkes gesondert darüber zu informieren.

08.06.2011
Medien Eröffnungsspiel am Kiosk - Sonderhefte zur Frauenfußball-WM

Eröffnungsspiel am Kiosk: Zur Frauenfußball-WM erscheinen erstmals Sonderhefte, wie es sie im Männerfußball schon lange gibt – zwischen sportlichem Anspruch und Event-Charakter.

Tatjana Riegler 13.06.2011

Fernsehproduzent Oliver Berben darf wieder für das ZDF produzieren. Der Sender hatte wegen Schleichwerbeverdacht im Januar angekündigt, bis zur abschließenden Klärung keine weiteren Aufträge an die Produktionsfirma zu vergeben.

13.06.2011

Die Premiere der ARD-Show „Klein gegen Groß“ mit Moderator Kai Pflaume hat am Samstagabend den Quotensieg für das erste Programm geholt. 6,13 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 23,8 Prozent) sahen zu, wie Kinder mit besonderen Fähigkeiten gegen Erwachsene antraten.

12.06.2011
Anzeige