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Polizei löst Facebook-Partys auf

Aufrufe übers Internet Polizei löst Facebook-Partys auf

Technoparty in Lörrach, U-Bahnparty in München, Seeparty in Hamburg: Am Pfingstwochenende haben Jugendliche in ganz Deutschland über Facebook zu Partys aufgerufen. Seit der missglückten Geburtstagsparty von Thessa wird das Internet-Netzwerk immer öfter für Partyeinladungen genutzt.

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Immer öfter nutzen Jugendliche Facebook für Party-Aufrufe.

Quelle: dpa

Berlin. Spontane Partys nach Facebook-Einladungen haben mehrere Einsätze der Polizei zu Pfingsten ausgelöst. Mit einem Großaufgebot rückten die Beamten zu einer über das Netzwerk organisierten Techno-Party in Lörrach in Baden-Württemberg an. 500 Techno-Jünger feierten in der Nacht zum Sonntag unter freiem Himmel mit professioneller Ausrüstung so laut, dass Anwohner sich bei der Polizei beschwerten. In der München war über Facebook zu einer Samstagabend-Party in der U-Bahn aufgerufen worden. Auch bei Hamburg musste die Polizei eine Facebook-Fete auflösen.

In Lörrach hatte ein 35 Jahre alter Techno-Fan zu der Party aufgerufen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im Einsatz waren unter anderem etwa 40 Beamte und drei Hundestaffeln. Die Feier sei ohne größere Widerstände aufgelöst worden.

Feiernde pendeln zwischen zwei U-Bahnstationen

In der Münchner U-Bahn war die Party nach drei Stunden vorbei. Nach Angaben der Polizei hatten Feierlustige am Samstag ebenfalls über Facebook zu einer Party eingeladen. Gegen 21.30 Uhr seien 250 junge Menschen zwischen zwei U-Bahn-Stationen in der Innenstadt hin und her gefahren. Andere Fahrgäste fühlten sich gestört, einige hatten Platzangst. Die Feiernden verließen die Haltestelle, nachdem sie per Durchsage dazu aufgefordert worden waren. Draußen erteilte die Polizei Platzverweise.

Am Allermöher See in Hamburg löste die Polizei in der Nacht zum Sonntag eine Facebook-Party auf. Zunächst hatten sich 650 Jugendliche eingefunden, um zwei Uhr nachts waren noch mehr als 200 dort und überwiegend betrunken. Drei von ihnen wurden vorübergehend festgenommen. Ein Facebook-Aufruf zu einer Party am Freitagabend in Ahrensburg blieb dagegen weitgehend unbeachtet.

Anfang Juni hatte ein Mädchen in Hamburg auf Facebook seinen 16. Geburtstag gepostet und dabei aus Versehen massenweise fremde Leute zu ihrer Party eingeladen. Eigentlich hatte Thessa nur mit ihren engsten Freunden feiern wollen, aber vergessen, die Fete als privat zu markieren. Mehr als 16.000 Menschen sagten zu. Schnell sagte das Mädchen die Party wieder ab, dennoch zogen 1600 Feiernde vor ihr Elternhaus in Hamburg. Es gab Schlägereien, brennende Mülltonnen und demolierte Autos, Verletzte und Festnahmen.

dpa

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Ein Stadtfest in Ahrensburg bei Hamburg ist trotz eines Aufrufs in Facebook am Freitag vom Ansturm tausender Jugendlicher verschont geblieben - nur ungefähr 35 Besucher waren dem Partyaufruf eines Jugendlichen aus Pinneberg gefolgt.

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