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Reporterin hält GTA-Codes für Putsch-Botschaften

Türkei Reporterin hält GTA-Codes für Putsch-Botschaften

Reingefallen: Eine türkische Reporterin steht vor einem Berg "Müll der Gülen-Terrororganistion", wie sie sagt, und hält einen Notizbuch in der Hand – angeblich ein geheimes Codebuch der Putschisten. Dies würde auch stimmen, wenn die mutmaßlichen Gülen-Anhänger GTA spielen würden.

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Eine türkische Reporterin meldet einen angeblichen Sensationsfund: Ein Notizbuch mit geheime Botschaften. Mit dem Putschversuch hat das aber nichts zu tun – sondern mit dem Spiel "Grand Theft Auto IV".

Quelle: Screenshot Youtube Video

Istanbul. Eine türkische Reporterin hat Schummel-Befehle für das Computerspiel GTA für eine geheime Botschaft der Putschisten gehalten und damit im Netz viel Spott auf sich gezogen. In einem Beitrag des regierungsnahen Sender ATV fischte die Reporterin ein Notizbuch aus dem "Müll der Gülen-Terrororganistion" und hielt es in die Kamera.

Notizen enthielten Wörter wie "Waffen" und "Helikopter"

Sie vermute, dass es sich dabei um geheime Codes der Putschisten handele, sagt sie in dem online abrufbarem Video. Als Beweis führt sie an, dass in den Notizen Wörter wie "Waffen" und "Helikopter" auftauchen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um sogenannte Cheat-Codes (Schummel-Befehle) für das Spiel "Grand Theft Auto IV" (GTA IV). Damit kann sich ein Spieler Vorteile in dem Game verschaffen.

Alles zum Putschversuch in der Türkei lesen Sie in unserer Übersicht.

"Grand Theft Auto" ist eine Mischung aus einem Action-Spiel, Autorennen und Baller-Game, das wegen der dort dargestellten Gewaltszenen schon häufiger in den Schlagzeilen war. Unklar blieb, ob die Reporterin wirklich nicht wusste, um welche Codes es sich handelte oder gezielt Stimmung gegen die Gülen-Bewegung machen wollte.

Bei dem Putschversuch am 15. Juli hat das Militär versucht die Macht in der Türkei zu übernehmen. 260 Menschen waren bei den anschließenden Kämpfen ums Leben gekommen. Hunderttausende verloren ihre Posten und Reisepapiere oder wurden verhaftet.

dpa/RND

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