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Sicherheitslücke auf fast jedem Android-Handy

Gefahr durch Kurznachrichten Sicherheitslücke auf fast jedem Android-Handy

Millionen Android-Handys sind über Sicherheitslücken angreifbar für Hacker. Davor warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Demnach reicht eine MMS, um das Handy des Nutzers etwa zu einer Wanze zu machen. Betroffen ist sogar die aktuellste Version – und damit mehr als 90 Prozent aller Android-Nutzer.

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Von der Sicherheitslücke sind angeblich fast alle Android-Nutzer betroffen.

Quelle: dpa / Symbolbild

Berlin/Bonn. Die Lücken klaffen in der sogenannten Multimedia-Schnittstelle Stagefright. Damit lasse sich über eine Multimedia-Nachricht Schadcode auf Handys platzieren, berichtete der Sicherheitsfachmann Joshua Drake. Hacker könnten so Daten stehlen, Ton und Video aufnehmen oder auf gespeicherte Fotos zugreifen. Unter bestimmten Umständen würden Handybesitzer die manipulierte Nachricht nicht einmal bemerken: Der Schadcode könne ausgeführt werden, bevor die Benachrichtigung auf dem Display erscheint.

Bereits am Dienstag hatte der Sicherheitsforscher Drake von Zimperium zLabs gegenüber dem Forbes-Magazin über das Problem berichtet. Laut Drake kann der Code die Nachricht im Anschluss löschen, wodurch sie das Opfer nie zu Gesicht bekommt.

Betroffen sind angeblich fast alle Geräte, auf denen eine Android-Version von 2.2 bis einschließlich 5.1 läuft. Ältere Versionen seien indes anfälliger als jüngere. Laut Forbes-Bericht hat Drake die Lücken bereits an den Android-Hersteller Google gemeldet. Das Unternehmen hat die Lücken bestätigt und offenbar bereits damit begonnen, den Geräte-Herstellern Patches zur Schließung der Sicherheitslücken bereitzustellen.

Was Handy-Nutzer jetzt tun können, um nicht Opfer von Hackern zu werden, ist indes unklar. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt Android-Nutzern zunächst nur gegebenenfalls ein Update auf die weniger anfällige aktuellste Version des Betriebssystems. Weiter heißt es: "Ist ein Update nicht möglich, können Sie sich an Ihren Firmware-Hersteller wenden, um die Verfügbarkeit von Sicherheitsupdates zur erfragen. Aktuell stehen nur für Nutzer der alternativen Android-Distribution CyanogenMod Sicherheitsupdates für Version 12 bereit, die möglichst zeitnah aktiviert werden sollten."

dpa/mic

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