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Skurriler Wasserstreit um Til Schweiger

Hamburger Morgenpost Skurriler Wasserstreit um Til Schweiger

Skurriler Wasserstreit um einen Prominenten: Nachdem die „Hamburger Morgenpost“ im Januar berichtet hatte, dass Til Schweiger in seinem Restaurant „Hamburgs teuerstes Leitungswasser“ verkaufe, wehrte der sich gegen den Vorwurf. Jetzt gipfelte der mediale Wasserkrieg in einer bemerkenswerten Seite 1.

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Titelseite der „Hamburger Morgenpost“ vom 19. April.

Quelle: RND/Screenshot

Hamburg. Im Herbst 2016 eröffnete Schauspieler und Regisseur Til Schweiger in Hamburg sein Restaurant „Barefood Deli“. Auf der Speisenkarte, so berichtete die „Hamburger Morgenpost“ am 23. Januar, stünde auch umgefülltes Leitungswasser für 4,20 Euro. Das Wasser, so das Restaurant, werde „veredelt“, bevor es auf den Tisch komme. Die Geschichte landete auf Seite 1 des Boulevardblattes. „Til Schweiger ... Er verkauft Hamburgs teuerstes Leitungswasser“, lautete die Schlagzeile der „Mopo“.

Schweiger konterte prompt und ließ in einem sarkastisch gehaltenen Brief an die Zeitung auf stern.de verlauten, sein Wasser sei durch die Veredelung noch besser als Markenwässer und zudem nachhaltig durch wiederverwendete Glasflaschen ... Das wiederum verführte die „Mopo“ zu einem steilen Konter, in dem sie die „ Mimose Til Schweiger“ persönlich ansprach und seine Veredelung als „überflüssigen Schnickschnack“ brandmarkte.

Das brachte bei dem Schauspieler und Gastronom das (Wasser-)Fass zum Überlaufen. Schweiger erwirkte eine Gegendarstellung auf Seite 1 der Zeitung vom 19.04.2017. Darin heißt es „Auf der Titelseite der ,Hamburger Morgenpost’ vom 23. Januar 2017 haben Sie geschrieben ,Til Schweiger: Er verkauft Hamburgs teuerstes Leitungswasser’ Hierzu stelle ich fest: Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser Hamburgs. Hamburg, 7. Februar 2017 Til Schweiger“. Doch auch hier ließ der Konter der Zeitung nicht lang auf sich warten: Die „Mopo“ räumte ihre Seite 1 fast frei und antwortete auf Schweigers Gegendarstellung mit einer direkten Anrede: „Lieber Til Schweiger, Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: „fein gefiltertes Hamburger Leitungswasser“. Das ist doch schon mal ein Fortschritt. Ihre Mopo.“

Fortsetzung folgt ... das scheint so klar wie das Hamburger Wasser.

Von RND/dk

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