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Abgefangene Daten

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Google wegen "Street View"


Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt laut Medienberichten gegen Google wegen des Internetdienstes "Street View". Es werde geprüft, ob sich das Unternehmen wegen des Abfangens von Daten strafbar gemacht habe, bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber dem NDR.
Die Kameras auf den Google-Autos sind ins Visier von Datenschützern geraten. Nach einer Anzeige ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft.

Die Kameras auf den Google-Autos sind ins Visier von Datenschützern geraten. Nach einer Anzeige ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft.

© dpa

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit umstrittenen Datensammlungen ein Ermittlungsverfahren gegen den Internetkonzern Google eingeleitet. Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers sagte, dass „wegen des Verdachts des Abfangens von Daten gegen unbekannte Mitarbeiter von Google Deutschland“ ermittelt werde. Dem Verfahren liege eine Strafanzeige eines Aachener Anwalts zugrunde.

Der NDR hatte zuvor berichtet, dass der Rechtsanwalt und Programmierer Jens Ferner unter Bezug auf das Telekommunikationsgesetzes gegen das Unternehmen Anzeige erstattet hat. Der Anwalt vertritt Mandanten, die ungeschützte WLAN-Netzwerke zum Surfen genutzt haben und dafür verurteilt wurden.

Bei seinen Aufnahmen für das Internet-Programm Street View hatte Google auch offene WLAN-Netze erfasst. Daten, die über ungesicherte Netze gesendet wurden, hat Google miterfasst und gespeichert. Das Unternehmen erklärte, es wolle die Daten löschen, ist bisher aber nicht bereit, den Behörden Einblick in die gespeicherten Daten zu geben.

apd/frs

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  • Street View Leser – 19.05.10
    Der Staatsanwalt ermittelt nicht wegen Street View, sondern wegen des Mitschneidens von WLAN-Daten. So viel Genauigkeit muss sein.

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