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Nico Hofmann genervt vom Hype um US-Serien

"Nicht das Maß aller Dinge" Nico Hofmann genervt vom Hype um US-Serien

Er zählt zu den erfolgreichsten Produzenten im deutschen Fernsehen, hat unter anderem den Weltbestseller "Der Medicus" verfilmt. Doch der Hype, der seit einiger Zeit um erfolgreiche Serien aus den USA gemacht wird, nervt Nico Hofmann gewaltig. Daran habe auch Bundeskanzlerin Merkel Anteil.

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Nico Hofmann ist von der Qualität deutscher Produktionen überzeugt, Netflix sei nicht die "Wachküssung aller Kreativen".

Quelle: Uwe Anspach/dpa

München. "Ehrlich gesagt kann ich diese elendige Debatte darüber, wie schlecht deutsches Fernsehen angeblich ist, nicht mehr ertragen", betonte Hofmann in einem Interview mit der Münchner "tz". Er finde es ärgerlich, dass sich Kanzlerin Angela Merkel mit Tom Hanks und Steven Spielberg bei Dreharbeiten in Berlin fotografieren lässt. "Ich würde mich freuen, wenn die Kanzlerin auch mal bei Tom Tykwer antritt und ein deutsches Filmset besucht."

"Homeland" und "House of Cards" sind Publikumsmagneten

Es sind US-Serien wie "Homeland" und "House of Cards", die auch in Deutschland große Erfolge feiern. Die Storys um Terrorismus und Spionage sowie der präzise gezeichnete Aufstieg eines intriganten Kongressabgeordneten bis zum Präsidenten faszinieren ein Millionenpublikum (im Bild die "House of Cards"-Hauptdarsteller Kevin Spacey und Robin Wright; Quelle: 2013 MRC II Distribution Company L.P.).

Doch nach Meinung des deutschen Produzenten Nico Hofmann sind diese Serien nicht das Maß aller Dinge. Er sei von der Qualität deutscher Produktionen überzeugt. Bei allen Sympathien für die USA könne er "diese Hörigkeit Amerika gegenüber" nicht verstehen, sagte der 55-Jährige. "Dass Netflix die Wachküssung aller Kreativen ist, stimmt einfach nicht."

dpa/chs

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