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US-Sender feuert Trumps Lieblingsmoderator

Sex-Vorwürfe US-Sender feuert Trumps Lieblingsmoderator

Bei Fox News galt Moderator Bill O'Reilly als absolutes Aushängeschild. Nun ist der Kultmoderator entlassen worden. Grund sind Vorwürfe wegen sexueller Belästigung. Selbst die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump half ihm nicht.

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Gegen Fox-Moderator Bill O'Reilly hatte es in New York Proteste und Rücktrittsforderungen gegeben.

Quelle: imago/Pacific Press Agency

Washington. Der konservativ geprägte US-Sender Fox News hat sich nach Berichten über sexuelle Übergriffe von seinem Kult-Moderator Bill O'Reilly getrennt.

Das Mutterunternehmen des zum Imperium von Medienzar Rupert Murdoch gehörenden Senders bestätigte die Personalie. „Nach einer sorgfältigen Prüfung der Vorwürfe stimmen das Unternehmen und Bill O'Reilly überein, dass Bill O'Reilly nicht auf Fox News zurückkehren wird“, hieß es in einer Stellungnahme der 21st Century Fox.

Mehrere Unternehmen hatten zuvor laut Medienberichten ihre Werbeaufträge zurückgezogen. ab. So sagte eine Mercedes-Sprecherin, der Autobauer habe entschieden, keine Werbung mehr in der Sendung zu schalten. Angesichts der Bedeutung von Frauen in jedem Bereich des Mercedes-Geschäfts halte es das Unternehmen nicht mehr für ein gutes Umfeld, um seine Produkte zu bewerben.

Vorwürfe von mindestens fünf Frauen

Bill O’Reilly soll laut einem Zeitungsbericht mit seinem Arbeitgeber insgesamt 13 Millionen Dollar zur Vermeidung sexueller Missbrauchsklagen gezahlt haben. Das berichtet die «New York Times». Den Angaben zufolge geht es um fünf Frauen, die entweder für O’Reilly gearbeitet haben oder in seiner Show zu Gast waren. Mit dem Geld (umgerechnet 12,2 Millionen Euro) habe vermieden werden sollen, dass sie an die Öffentlichkeit gehen.

Fiel durch teils extreme Positionen auf

Fiel durch teils extreme Positionen auf: US-Moderator Bill O´Reilly.

Quelle: AP

Der „O'Reilly Factor“ war einer der beliebtesten politischen Sendungen bei Fox. Der Moderator wurde dabei über Jahrzehnte als provozierender Fragesteller und Meinungsmacher wahrgenommen. Er fiel durch teils extreme Positionen auf. So erklärte er, die Todesstrafe sei für einige Straftäter zu human, diese hätten stattdessen Arbeitslager verdient.

O'Reilly vermutet eine Verschwörung

Zuletzt hatte sich US-Präsident Donald Trump hinter O'Reilly gestellt. Dieser sei „kein schlechter Mensch“, sagte der Präsident nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Moderator. Fox News war in den vergangenen Wochen zu einer Art Haussender für Trump geworden.

Während er andere Medien als Staatsfeinde beschimpfte, lobte er die angeblich stets korrekte Darstellungsweise des Murdoch-Senders, dessen Journalisten sich oft lobend über die Politik Trumps äußern.

O'Reilly bestreitet alle Vorwürfe und vermutet eine Verschwörung gegen sich. Fox war in der Vergangenheit mehrfach wegen sexueller Übergriffe hochrangiger Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem hatte der frühere Sender-Chef Roger Ailes gehen müssen, weil ihm Moderatorinnen Übergriffe vorgeworfen hatte.

Von dpa/RND/zys

Dieses Foto hat HAZ-Leser Simon Knappe von dem Unwetter über Hannover aufgenommen.
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