Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Viel Glamour und ein klares Statement

Verleihung der Goldenen Kamera Viel Glamour und ein klares Statement

Nationale und internationale Prominenz bei der Goldenen Kamera: Hollywood-Diva Helen Mirren, Newcomer Edin Hasanovic, Til Schweiger und viele mehr waren am Sonnabend in Hamburg zu Gast. Für den größten Moment des Abends sorgte allerdings die TV-Journalistin Dunja Hayali.

Voriger Artikel
"Rudolf Augstein hat mich immer bestärkt"
Nächster Artikel
Immer mehr Deutsche verweigern Rundfunkgebühr

Preisträgerin Dunja Hayali (links) und Hellen Mirren (Mitte) bei der Goldenen Kamera.

Quelle: dpa

Hamburg. Gerührte Stars, gesungene Lobreden und Gänsehautmomente: Die 51. Verleihung der Goldenen Kamera in Hamburg hat mit großen Gefühlen und Glitzer geglänzt. Den emotionalsten Moment lieferte allerdings eine Journalistin: Für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise wurde Dunja Hayali mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Nicht wie angekündigt in großer Robe, aber dafür mit eindringlichen Worten trat die gebürtige Irakerin auf der Bühne in Erscheinung. "Journalisten werden auf der Straße angegriffen, glaubt eigentlich jemand, dass das etwas bringt?", fragte die ergriffene 41-Jährige. "Seien sie offen!", appellierte sie an die Zuschauer. Die mehr als 1000 Gäste riss sie damit von den Sitzen. Auch Maria Simon, die an ihrem 40. Geburtstag für ihre Rolle einer Amokläuferin in "Silvia S. - Blinde Wut" von der Jury als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, wollte ein politisches Statement setzen. Weil sie laut eigener Aussage nicht gut vor Publikum reden kann, sang sie ihren Beitrag zum Weltfrieden lieber.

Einen Höhepunkt weiteren lieferte Hollywood-Star Helen Mirren ("Die Queen") mit ihrer Dankesrede. Die Königin des Kinos nahm am Samstagabend mit einem Freudenschrei die Trophäe entgegen, die sie wie die Band The Beach Boys für ihr Lebenswerk bekam. "Nicht nur die Nachwuchsschauspieler sind aufgeregt, diesen Preis zu bekommen", sagte die 70-Jährige. Damit würdigte die Oscarpreisträgerin einen der emotionalsten Momente des Abends.

Jungschauspieler Edin Hasanovic, der ahnungslos im Publikum saß, wurde von Sängerin Namika ("Lieblingsmensch") bei ihrer Darbietung mit dem Preis als bester Nachwuchsschauspieler überrascht. Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Newcomer rührte das Publikum mit seiner Rede und den Worten: "Ich brenne für diesen Beruf!" Auf Bosnisch machte er ganz überwältigt seiner Mutter noch eine Liebeerklärung: "Mama, ich liebe dich am meisten auf der Welt." Der 23-Jährige war als Flüchtling nach Deutschland gekommen und zeigt Solidarität mit Menschen, die derzeit vor Krieg und Gewalt fliehen.

Günther Jauch ist "Beliebtester Showmaster"

Ihre musikalische Darbietung sorgte für teils überraschte Gesichter. In der Kategorie "Beliebtester Showmaster" räumte Günther Jauch die Trophäe ab. Der "Wer wird Millionär?"-Moderator freute sich, dass er damit bei der Anzahl der Goldenen Kameras mit Thomas Gottschalk gleichziehen konnte, der die Verleihung zum 13. Mal moderierte. Insgesamt gab es diesmal zwölf Preisträger. Darunter war Helene Fischer mit dem besten Music-Act 2015 - per Schalte gratulierte ihr die Handball-Nationalmannschaft der Herren. Der Chor der EM-Gewinner sang, wie Fischer selbst für die Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Sieg im vergangenen Jahr, den Hit "Atemlos" - nur mit verändertem Text.

"Bestimmt haben schon viel Männer für Dich falsch gesungen, aber so schön war es noch nie", sagte Gottschalk. Schöne Momente aus ihrer Filmkarriere gab es für Hollywood-Star Julianne Moore ("Still Alice") noch einmal zu sehen. Sie wurde als beste Schauspielerin International mit einer Goldenen Kamera geehrt und sorgte mit ihrer schwarzen langen Samtrobe für viel Glamour bei der Gala. Als bester Schauspieler International bekam Frauenschwarm Gerard Butler ("P.S. Ich liebe dich") die Trophäe von seinem langjährigen Schauspielkollegen und Freund Til Schweiger übergeben, der den Hollywoodstar liebevoll "Gerry" nannte. "Gerry" überzog seine Redezeit mit Anekdoten über sich und den deutschen Filmemacher.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Medien
Die Foto-Trends der Photokina

Hochwertige Standbilder aus Videos, Fernsteuerung per Smartphone oder riesige Sensoren: Das sind die Trends der Foto-Messe Photokina.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen