Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien Wacken im Livestream: Das Festival online und im TV schauen
Nachrichten Medien Wacken im Livestream: Das Festival online und im TV schauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:31 31.07.2018
Metal-Fans feiern auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air mit dem Metal-Gruß, der sogenannten Pommesgabel. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Wacken – das wissen auch Menschen, die es normalerweise nicht so sehr mit Metal in all seinen Varianten halten – Wacken ist Kult. Das liegt zum einen daran, dass das mittlerweile größte Metal-Festival auf eine bald 30-jährige Tradition zurückblicken kann. Von Jahr zu Jahr werden die Geschichten von der friedlichen Koexistenz norddeutscher Dörfler und wüst dreinschauender Metalheads weitergegeben und ausgeschmückt.

Es ist aber auch ein Phänomen, wie aus der 1800-Seelengemeinde für eine knappe Woche im Jahr die friedlichste Stadt Deutschlands wird. 75.000 temporäre Bewohner, mit Helfern, Polizei und Sicherheit sind es knapp 85.000, sorgen für eine Kriminalitätsrate, die der in einem Waldkindergarten entspricht.

Badezimmer und heißer Kaffee für die Metalheads

Großmütter räumen für die Metalgäste ihre Badezimmer frei, damit die – meist verschlammt oder bei schönem Wetter staubbedeckt – wieder mal mit Frischwasser in Kontakt kommen. Und die Enkel stehen entlang der Hauptstraße, um den Musikfans in der Autokolonne Kaffee, Tee und andere Erfrischungen anzubieten. Eine ganze Region lebt mit dem Festival, und sie lebt mittlerweile sehr gut damit.

Aus dem kleinen Open-Air mit sechs Bands und 800 Zuschauern hat sich ein musikalisch-industrieller Komplex entwickelt, der die Bedürfnisse der Schwarzkutten in beinahe jeglicher Lebenslage bedient. Ob auf Kreuzfahrt, im Skiurlaub in den Bergen, im Wackener Winter oder beim Original auf Steinburgs Äckern – die „Pommesgabel“, der Metal-Gruß mit ausgestrecktem Zeige- und kleinem Finger, ist zur Marke geworden.

Diese Livestreams aus Wacken gibt’s bei 3sat

Jahr für Jahr wird der gute Ruf dieser Marke durch fast 200 Bands auf dem Festival gefestigt. 2018 überträgt 3sat im Fernsehen am Sonnabend, den 4. August, ab 20.15 Uhr das Festival. Per Livestream im Internet auf 3sat.de gibt es noch mehr Highlights zu sehen. Den offiziellen Auftakt macht, wie immer, die Band

„Skyline“am 2. August um 13.30 Uhr, Livestream 3sat, die alte Band von Wacken-Gründer Thomas Jensen, die seit 1990 dabei ist.

Dokken, 2. August, 14.30 Uhr, Livestream 3sat: Glam-Metal aus L.A. mit deutschen Einsprengseln. Sänger Don Dokken startete seine Karriere nämlich Ende der 1970er Jahre in Deutschland. Dokken tourten als Vorgruppe von Judas Priest, Twisted Sister und Aerosmith.

Dirkschneider, 2. August, 17 Uhr, Livestream 3sat: Udo Dirkschneider – mit seinen Bands Accept und U.D.O. war und ist der Wuppertaler seit Jahrzehnten die deutsche Metal-Stimme. 2015 sorgte Dirkschneider in Wacken für eine Premiere, als er mit dem Musikkorps der Bundeswehr auftrat.

„Behemoth“, 2. August, 18.45 Uhr, Livestream 3sat: Die experimentierfreudigen polnischen Death-Metal-Veteranen sind Balsam für die Ohren der klassischen Wacken-Klientel. Für alle anderen empfiehlt es sich, erstmal nicht allzu laut aufzudrehen.

Gegebenenfalls werden auch noch die Konzerte von „Sepultura“ (15.45 Uhr), „Backyard Babies“ (15.45 Uhr), „Hatebreed“ (20.15 Uhr) und „Oomph!“ (20.05 Uhr) übertragen.

Epica, 3. August, 15.45 Uhr, Livestream 3sat: Bester Symphonic Metal aus unserem Nachbarland, den Niederlanden. Sängerin Simone Simons wurde durch Nightwish und Tarja Turunen dazu inspiriert, klassischen Gesang zu lernen.

Schandmaul, 3. August, 16.55 Uhr, Livestream 3sat: Mit Cister, Schalmeien, Laute, Rauschpfeife und anderen historischen Instrumenten lassen die bayerischen Folk-Rocker das Mittelalter akustisch wieder erstehen. Nix für Metal-Puristen, aber Wohlklang für strapazierte Wacken-Ohren.

Children of Bodom, 3. August, 18.05 Uhr, Livestream 3sat: Eine von vielen Topbands aus dem Metal-Mekka Finnland. Und wie stets ist bei den harten Jungs aus Europas Norden sehr viel Melodie dabei.

Doro, 3. August, 19.15 Uhr, Livestream 3sat: Die Königin der Metal-Herzen, Doro Pesch, ist die deutsche Metalstimme. Seit den 1980er Jahren mit Bands wie Attack und Snakebite unterwegs, machte sie sich mit ihrer eigenen Band Warlock einen Namen. Seit 1990 ist sie als Doro auf den Bühnen dieser Welt unterwegs – und gehört zum Inventar in Wacken.

Nightwish, 3. August, 21 Uhr, Livestream 3sat: Wieder ein melodischer Leckerbissen aus Finnland. Die Symphonic-Metaller aus der Kleinstadt Kitee sorgten vor allem mit ihrer ehemaligen Frontfrau, der charismatischen Sopranistin Tarja Turunen für Furore. Die ist seit 2005 bereits auf Solopfaden unterwegs (auch in Wacken). Seit 2012 ist Floor Jansen Sängerin der Band, die auch weiterhin als stilbildend gilt.

Running Wild, 3. August, 22.30 Uhr, Livestream 3sat: Die Hamburger Metal-Klassiker um Sänger und Gründer Rolf „Rock’n’Roll“ Kasparek rocken den Norden schon seit 1976, zunächst unter dem Namen „Granite Hearts“ wenn auch bis auf Kasparek nicht mehr in Originalbesetzung. Klassischer Metal – der Bandname ist ein Song von „Judas Priest“.

Gegebenenfalls werden auch noch die Konzerte von „Clawfinger“ (21 Uhr) „In Flames“ (0.15 Uhr) oder „Otto & die Friesenjungs“ (0.15 Uhr) übertragen.

Skindred, 4. August, 15.45 Uhr, Livestream 3sat: Die Waliser spielen keinen klassischen Metal, aber eine erfrischende Melange aus Reggae, Hip-Hop Punk und Alternative Metal.

Die Apokalyptischen Reiter, 4. August, 17 Uhr, Livestream 3sat: Seit 1995 sind die Thüringer fester Bestandteil der deutschen Metal-Szene. Auch sie sind musikalisch schwer festzulegen, bedienen sich aus allen Genres des Metal und streuen Folk- und Rock-Elemente ein.

Steel Panther, 4. August, 18.30 Uhr, Livestream 3sat: Die Spaß-Kapelle des Metal aus Los Angeles sieht aus wie aus den 1970er Jahren entlaufen – und das ist auch Absicht. Mit den Panthern kommen Glam Metal und Sleaze Rock zu neuen Ehren, wer nur auf die Bühne blinzelt, könnte bei der blonden Mähne von Sänger Michael Starr auch den seligen Brian Connolly von Sweet vermuten – Metal für die ganze Familie.

Ensiferum, 4. August, 20 Uhr, Livestream 3sat: Die Finnen sind Vertreter der eher raren Richtung Viking Metal, ihr Name wie ihre Landsleute von Turisas. Die Mannen um Markus Toivonen, deren lateinischer Name „schwertführend“ bedeutet, widmen sich in ihren Liedern folgerichtig Mythen und Legenden, die teils der finnischen Mythologie, teils der eigenen Fantasie entstammen.

Helloween „Pumpkins United“, 4. August, 21.30 Uhr, Livestream 3sat: Die Hamburger Speed-Metaller sind zurück in Deutschland mit ihrer „Pumpkins United“-Show, mit der sie gerade auf Welttournee waren. Die Metal-Klassiker kombinieren dabei ihre größten Hits („Guardians“, „Ride The Sky“, „How Many Tears“) mit einer spektakulären Lasershow.

Dimmu Borgir, 5. August, 00.15 Uhr, Livestream 3sat: Norwegens Metal-Export Nummer 1 stehen sowohl für Dark Metal wie auch Symphonic Metal. Die wandlungsfähige Band legt kolossale Klangteppiche über knallharten Metal.

In Extremo, 5. August, 01.40 Uhr, Livestream 3sat: Als Rausschmeißer des diesjährigen Festivals fungieren die deutschen Mittelalter-Rocker von „In Extremo“. Sie gelten als kommerziell erfolgreichste Vertreter des Mittelalter-Rocks und -Metal. Die Band singt auf Deutsch sowie in Originalsprachen des Mittelalters.

Von Daniel Killy/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der US-Präsident teilt häufig gegen Medien wie die „Times“ aus, die kritisch über ihn berichten. Verleger Arthur Gregg Sulzberger nutzte die Gelegenheit, Trump zu sagen, was er von dessen Verhalten hält.

29.07.2018

Bis Dezember 2019 müssen sich „Star Wars“-Fans noch gedulden – doch ein Geheimnis von „Episode IX“ haben die Macher schon verraten: in der neunten Folge der Film-Saga ist die verstorbene Carrie Fisher dabei.

28.07.2018

Mehr als 20 Jahre moderierte Thomas Gottschalk die Kult-Sendung „Wetten, dass...?“ im ZDF – bis zum Unfall von Samuel Koch. Drei Jahre später wurde das Format eingestellt. Jetzt kehrt es laut Medienberichten wieder zurück.

28.07.2018
Anzeige