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Wann wird’s mal wieder richtig lustig? - Der Untergang der "Titanic"

Satiremagazin Wann wird’s mal wieder richtig lustig? - Der Untergang der "Titanic"

Vom Stachel im Fleisch der Bundesrepublik zu einem müden Witzblatt: Das legendäre Satiremagazin "Titanic" steckt in einer tiefen Schaffenskrise.

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Was ist der Job der „Titanic“? „Wir schießen zurück“, sagte vor drei Jahren der damalige Chefredakteur Thomas Gsella

Quelle: dpa (Archiv)

Irgendwo muss er doch sein, der Witz. Irgendwo ganz hinten im Schädel, hinter den Deutsche-Bahn-Kalauern und den Handybenutzer-Scherzen. Vielleicht ist er auch unter den Schreibtisch gerutscht. Oder die Putzfrau hat ihn weggeschmissen mit den alten Kaffeebechern. Wo ist er bloß hin?

Kein Witz: Der Witz ist weg. Jahrelang flitzte er durch die leicht angegammelte „Villa“ in Frankfurt-Bockenheim, in der die „Titanic“-Redaktion zwischen alten Fahrrädern und Zeitungsstapeln residiert, das Flaggschiff des deutschen Humors, das „endgültige Satiremagazin“. Es machte Helmut Kohl zur Birne (80 mal war er auf dem Cover), schenkte „Zonen-Gabi“ ihre erste „Banane“, beschiss Thomas Gottschalk mit Buntstiften und holte mit Kuckucksuhren und Schwarzwälder Schinken die Fußball-WM 2006 nach Deutschland (danke dafür). Und jetzt plötzlich: kein Witz, nirgends.

Was ist der Job der „Titanic“? „Wir schießen zurück“, sagte vor drei Jahren der damalige Chefredakteur Thomas Gsella der „Frankfurter Allgemeinen“. Da war die Welt noch in Ordnung. „All diese Belästigungen, Raffgier, Dummheit und Lügen – alles, was die anderen in sich hineinfressen und runterschlucken – darauf antworten wir.“ Gsella (52) macht heute in politischen Gedichten. Der Chefredakteur ist ein anderer: Leo Fischer, 28 Jahre alt. Zwei Jahre war er Praktikant in Bockenheim, schrieb für die Webseite, dann wurde er Chef. Es sah aus, als wolle der in Ehren ergraute Laden damit zur Gegenwart aufschließen, in der die besten Gags eben nicht mehr „Titanic“-Titel sind, sondern YouTube-Filmchen, in der nicht mehr die „Harald Schmidt“-Redaktion die coolsten Punchlines schreibt, sondern irgendwelche anonymen Twitterer hinterm Harz.

Mission gescheitert. Titel des aktuellen Juni-Heftes: „Sommermärchen gerettet! Deutschland gewinnt Para-WM“, dazu ein Bild von Michael Ballack auf Krücken, Jogi im Rollstuhl, Tim Wiese mit Rundum-Kopfverband und einem Robert-Enke-Porträt mit Trauerflor (gab’s da nicht neulich erst Ärger?). Lustig? Eher kläglich. Die „harte Arbeit im Bergwerk des Humors“ (Gsella) hat keine Diamanten ans Licht befördert. Im Heftinneren: ein Scherz über pädophile Priester, eine zähe Janosch-Parodie („Oh, wie schön war Guantánamo“), ein rätselhaftes Stück über den kranken Innenminister Wolfgang Schäuble mit folgendem Schlusskalauer: „Schäuble ist da, wo er immer hinwollte: Er ist Bundeskanzler der Schmerzen. Gute Besserung!“. So verkrampft kann es wirken, auf Teufel komm raus Tabus brechen zu wollen. Geschmacklos? Gern! Aber dann muss es auch sitzen. Oder anders gesagt: Wer gackert, muss auch legen.

Ironie ist die Kunst, es nicht so zu meinen, aber irgendwie doch. Nur anders. Niemand hat diese Kunst beherrscht wie die „Titanic“. Niemand setzte den „Punch“, die treffende Spitze, wie einst die Print-Anarchisten der neuen Frankfurter Schule, die Gründerväter Robert Gernhardt, F.K. Waechter, Peter Knorr, Hans Traxler und Chlodwig Poth. Sie machten die „Titanic“ zum Mythos, vielfach verklagt, vielfach bekämpft. Geboren 1979 aus der Verspanntheit der siebziger Jahre – im selben Jahr wie die Grünen und die „taz“ – stieg sie in den Achtzigern zu einer Humorinstitution auf, zum wohltuenden Kontrapunkt, zum Stachel im Fleisch der Republik. Und sie brachte richtig Geld damals. Die „Titanic“ war ein krampflösendes Korrektiv im Medienmainstream. Gehobener Nonsens, lustige Anarchie, knallharte Politkritik zum Zwecke der Aufklärung in einem Land, das „Klimbim“ und Fips Asmussen für die Krone des Humors hielt.

Und heute? Im 31. Jahr ihres Bestehens ist die „Titanic“ egal geworden. Das ist bitter, denn das Missverstandenwerden ist wichtiger Bestandteil des Ironiehandwerks. Für den Satiriker ist der Zorn empörter Zeitgenossen immer auch willkommener Indikator gesellschaftlicher Unwuchten. Das braucht er. Daran will er sich reiben. Nichts ist schlimmer als ein Konsens-Scherzkeks, über den sich keiner aufregt. Nicht mal das April-Titelbild, auf dem ein Priester sich an Jesus zu schaffen machte, reichte für eine Anklage wegen Volksverhetzung – trotz 175 Presserats-Beschwerden. „Wir laden die Menschen ein, uns zu verklagen“, fleht Leo Fischer geradezu. Aber: Seine Linie ist unklar. Mehr Sprachkunst wie unter Gernhardt und Gsella? Mehr Aktionssatire wie bei Sonneborn? Man weiß es nicht. Und die Redaktion blutet aus. 2009 verließen die langjährigen Redakteure Stefan Gärtner und Oliver Nagel das Blatt.

Hans Zippert zappt bei der „Welt“, Gsella dichtet, und Martin Sonneborn, Gsellas Vorgänger und Gründer der Anti-Partei-Partei „Die Partei“, plant seine lustigen Medienguerilla-Attacken heute für Oliver Welkes „heute show“ im ZDF. Neulich fotografierte er für „Google Home View“ fremde Schlafzimmer – samt arglosem Ehepaar, das sich zwecks Anonymisierung schwarze Pappbalken vor die Augen hielt. Sieben Köpfe umfasst die Redaktion noch, dazu schmückt man sich im Impressum mit 42 „ständigen Mitarbeitern“, zu denen ehrenhalber freilich auch die bereits verstorbenen Legenden Robert Gernhardt und F.K. Waechter gehören. Die Alten: weg. Und Neue nicht in Sicht. Das ist umso bedauerlicher, als die schwarz-gelbe Regierung, die Euro-Rettungsaktion, der Hype um Lena, die Fußball-WM geradezu nach harter, satirischer Begleitung schreien.

Noch zehrt das Blatt von altem Ruhm. Aber es hat ihn bald aufgebraucht. Die Auflage liegt bei rund 60 000 verkauften Exemplaren monatlich, die Anzeigenkrise ist für die ohnehin fast anzeigenlose „Titanic“ kein Thema. Aber: Zwischen Verlag (Berlin) und Redaktion (Frankfurt) knirscht es seit Jahren vernehmlich. Und das Murren der Kundschaft wird lauter. Tödlicher Kommentar eines „Titanic“-Lesers im Internet: „Das geht schon langsam in Richtung Uli-Stein-Humor.“

Die Magisterarbeit von „Titanic“-Redakteur Mark-Stefan Tietze hieß einst „Komische Kommunikation – Ein theoretischer Entwurf“. Es scheint, als habe sich ein Kreis geschlossen.

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  • Danke für diesen Beitrag Humor-Kritiker – 02.07.10 Liebe Frau Grimm,
    herzlichen Dank für Ihren erhellenden Beitrag. Nach Jahren der Titanic-Abstinenz motivierte mich Ihr Artikel, sofort zum Kiosk zu eilen und die aktuelle Titanic einer strengen Prüfung zu unterziehen. Volltreffer! Ihre Kritik hat nicht zu viel versprochen: Ich habe mich spontan zu einem Titanic-Abonnement entschlossen! Auf die kundige Expertise des Hauses Madsack ist eben noch Verlass - ganz im Gegensatz zum übrigen schnöden Boulevard. Was Madsack runterschreiben lässt, ist besonderer (be)Achtung wert.

    PS: Und wie haben Sie sich beim Twitter-Scoop bei der Wulff-Wahl gefühlt? Peinlich, gell?! ;-)
  • Verriss ohne Beleg Titanicauchnichtsogutfindernichtgutfinder – 26.06.10 @Titanicauchnichtsogutfinder
    Mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem schlechten Geschmack.
  • Mein Gott... Titanicauchnichtsogutfinder – 25.06.10 ...wo hier überall Verschwörung und Verrat gewittert wird :-) Rache? Lächerlich. Der Artikel deckt sich mit meiner Meinung. Und ein Verriss braucht auch keine "Belege" oder "Ausgewogenheit" - sonst müsste jeder Theaterkritiker erst mal alle Schauspieler und den Regisseur befragen. Hätte nicht gedacht, dass noch so viel Leben in den "Titanic"-Fans steckt ... :-)
  • Rache ist nicht immer süß racheengel – 25.06.10 Na so ein Zufall: Kurz nach einem (übrigens sehr witzigen und geistreichen) Beitrag in Titanic über den "European Newspaper Congress", wo nebenbei ein paar unvorteilhafte Zitate von Redkateuren aus einer großen niedersächsichen Stadt zitiert werden, wird Titanic in der Zeitung einer großen niedersächsichen Stadt totgeschrieben. Und das ohne jeden Beleg und - das kriegt jeder Praktikant am ersten Tag um die Ohren gehauen - ohne die Betroffenen selbst dazu befragt zu haben. Na so ein Zufall!

    Dieser billige Racheartikel auf unterstem Niveau ist eine Schande für jede Zeitung - egal ob Bäckerblume oder HAZ.
  • @HAZ wow – 23.06.10 Zitat
    "Sieben Köpfe umfasst die Redaktion noch, dazu schmückt man sich im Impressum mit 42 „ständigen Mitarbeitern"

    Wie sieht es denn diesbezüglich bei der HAZ aus?

    Ich finde es ziemlich anmaßend das hier die HAZ den "Untergang der Titanic" voraussagen möchte. Die Titanic wird wohl ehr Opfer des Sommerlochs...
    ach ja:
    Ein Artikel zum Thema "Der Spiegel: Von Sturmgeschütz der Demokratie zum neoliberalen- speichellecker Blatt" wäre interessanter gewesen
  • Erleuchtung Fatman – 23.06.10 Seit nunmehr 30 Jahren finanziere dieses Blatt und endlich öffnen mir die Humorexperten der HAZ mir die Augen. Alte Humoristen gut, tot noch besser, jung schlecht! Aha
  • Die HAZ als Qualitätsspiegel des Humors GreenSpam – 22.06.10 Süß, wiewohl natürlich die HAZ und mit ihr Herr Grimm stets als Garant für eine gute Auflage mit intelligent ausgesuchten und gut recherchierten Themen in aller Breite und natürlich auch überregional sorgen kann!

    Warum finde ich sie dann nie, bei der Presseschau der Times, des Guardian, im Le Monde, der Washington Post o.ä.?

    Natürlich kann eine Springerzeitung den Erfolg einer Zeitung nur an Beschwerden beim Presserat messen. Insbesondere dann, wenn sie sich nicht die Mühe macht mehrere Ausgaben zu lesen, sondern sich gerade einmal EINE Ausgabe vornimmt und kurz durchblättert.

    Wieviele Leser hätte dieser Artikel denn, wäre er nicht in sauberer Manier der Titanic(gemäß dem Motto, 'bad news are good news'), nicht von eben jener selbst noch verlinkt worden?
    Zählen sie's an einer Hand ab...
  • HAZ-Witz Andreas – 21.06.10 Noch der schwächste Titanic-Karikaturist ist jederzeit witziger als der von der HAZ offensichtlich so hochgeschätzte Bernd Pohlenz.
  • Tote und andere Minderheiten Afron Jefremowitsch – 21.06.10 Zitat:

    "Total daneben...[… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …] – 18.06.10 ... was die TITANIC momentan macht. Nur noch Witze über Tote, Priester und andere Minderheiten. Das soll lustig sein? Na vielen Dank."

    -> Hervorragend.

    Danke!
  • Hannovers Rache Katzenkopp – 21.06.10 Ich denke, der Artikel ist eine Retourkutsche für die Gemeinheiten über Enke. So lange die Titanic noch jemanden auf den Schlips treten kann, ist sie auch nicht tot.
  • Unterm Strich richtig V.Z. – 21.06.10 Ich denke ebenfalls, dass die Titanic an Witz verloren hat. Ich halte sie jedoch immer noch für ein tolles Blatt, und die "Para-WM" Ausgabe hat mir sogar sehr gut gefallen. Der Schäuble-Artikel war lustig. Er ist ein echter Nonsens-Artikel, wie man sie immer wieder in der Titanic findet, wenn relativ unwichtige Themen in den Medien aufgebläht werden. Die Seiten zur BP waren sehr komisch. Das Highlight jedoch war die Reportage über die Printmedienkonferenz, die ich sogar zwei mal hintereinander gelesen habe, so sehr hatte ich gelacht.
  • Und das Abo geht an? trixie – 21.06.10 mein humorverständnis findet sich noch immer eher in der titanic als in der haz wieder. die kann ich sowas von nicht mehr lesen, das ich neuerdings sogar auf die probeabos verzichte. haz bleibt betulich bis gefährlich unkritisch. ich bleibe titanicabonnentin. selbst die website der titanic ist besser strukturiert.
  • Früher war alles besser ... Sebastian Wolf – 20.06.10 Kurze Zusammenfassung des diskutierten Beitrages:"Ja, ja, die guten alten Zeiten."
  • Ich frage mich ja Sebastian – 20.06.10 ... was sie so gelesen haben. Die Titanic kanns nicht sein, die is nämlich rechtt lustig . Nur mal so zur Info ;)
  • Analogie Hans Maria Wurst – 20.06.10 Bitte vergleichen Sie uns Katholiken nicht mit Titanic-Fans - das haben wir nicht verdient.
  • heftig klümmel – 19.06.10 Diese Titanic-Fans funktionieren genauso wie die Katholiken bei "Kirche heute". Kaum gibt's ein kritisches Wort gegen die Institution, schon schwärmen sie kollektiv zum Gegenschlag aus. Peinlich.
  • ? Max – 19.06.10 1. In den vergangenen Titanic-Ausgaben taucht Herr Westerwelle in großzügiger Regelmäßigkeit auf, darunter einmal auf dem Titelblatt.
    2. Das Wörtchen "schwul" haben Sie doch nur angeführt, weil sie gerne ein paar hämische Popo-Witze über des Politikers Homosexualität lesen würden. Diese Erwartung bedient die Titanic jedoch nicht, denn dafür besitzt sie zu viel - jawohl: Anstand.
    3. Auch Frau Merkel braucht sich über mangelnde Titanic-Präsenz nicht beklagen.
    4. Wenn der Politiker Möllemann vom Flugzeug in den Tod springt und die Titanic einen Witz darüber macht, finden Sie das super. Wenn der Fußballer Emke auf einem Bahngleis in den Tod läuft und die Titanic einen Witz darüber macht, finden Sie das abstoßend. Kapiere ich nicht.
  • titanic olfinger – 19.06.10 nope, herr grimm hat recht. als ehemals regelmäßiger titanic-leser, habe ich es mir inzwischen verkniffen, nach dem heft zu greifen. ich machte es früher ja nicht nur des lachens, sondern auch des schluckens wegen. passiert aber nicht mehr. waren zu zeiten gernhardts die texte mein motiv, das heft zu kaufen, wurden es in den vergangenen jahren mehr die cartoons. schon das ist ein qualitätswechsel. inzwischen fehlt mir jeglicher beweggrund. das beste beispiel ist dabei sicherlich, sich auf versehrte fußballer zu stürzen, anstatt auf versagende schwule außenminister und lefzenziehende kanzlerinnen. wo ist denn bitteschön die zonengabi, wo ist möllemanns letzter sprung?
    stattdessen, man hat das dumme aufgeblähte und von schlechtem layout gezeichnete heft schon fast durch, wird der leser mit "titanic hilft" gepeinigt. wie scheiße ist das denn? übrig bleiben für mich einzig die briefe an den leser. selten zuvor war mir allerdings klarer, warum die titanic keine leserbriefe abdruckt. denn die wären zurzeit mit sicherheit geharnischt.
  • ach fick dich springer@presse.de – 19.06.10 so, ich habe den artikel jetzt zur hälfte gelesen, weil die titanic ihn verlinkt hatte. dies im wissen, dass ich springer lese. ich stellte nach ca. der hälfte fest, dass ich springer lese. der betrachtungsausschnitt ist wohl falsch. ihren letzten innenren reichparteitag hatten titanic-leser beim kirchen-titel, wo sogar die taz konservativ wurde. betrachte ich nur 10 sekunden eines fussballspiels, wo der ball gerade im aus war und sage dann, dass das spiel scheiße war, ist das die selbe art der schmähkritik. also nochmal, ihr leut: danke für die kugel.
  • Wahrer Kern, aber... Dirk – 19.06.10 Ich bin seit x Jahren Käufer der Titanic und muß auch zugeben, daß sich mit der neuen Chefredaktion das Niveau ziemlich gesenkt hat. Dazu reicht ein Blick ins Vorwort um zu merken das der Wortwitz der neuen Truppe oft arg lahmt.

    Was ich aber immer wieder abenteuerlich finde ist, wie sich die ebenfalls mit fallenden Auflagen und sinkendem Niveau kämpfenden anderen Medien immer wieder fröhlich auf die Titanic stürzen und den Kadaver genüsslich fleddern wollen obwohl genau Artikel wie dieser mit ihrer selbstherrlichen Deutschland-sucht-den-Superstar Attitüde überdeutlich den Balken im eigenen Auge demonstrieren.

    Seien wir mal ehrlich... die Titanic hat eine schlechte Phase aber wo ist die Alternative abgesehen von ein paar wirklich frischen Blogs im Internet? Trotz ernüchternder Humorquote ist und bleibt die Titanic das Flagschiff und genau das kann man dann eben nicht von solchen lauen Verrissen und deren Schreiber behaupten. Also vielleicht zur Abwechslung mal an die eigene Nase packen.
  • unsäglich badabing – 19.06.10 wäre dieser unsägliche artikel doch nicht auf bildblog verlinkt worden... ein typisches beispiel dafür, dass man sich von einer vorher festgelegten meinung auch nicht von fakten ablenken lässt. wenn man schon das aktuelle heft bespricht, sollte man die trauerrede zu gefallenen soldaten auch nennen.
  • Titanic Blablubb – 19.06.10 Die Seiten zu BP im letzten Heft waren spitze. Und dann muss man sich als regelmäßiger Leser Sätze wie "Wann wird’s mal wieder richtig lustig?" anhören.
  • haha Markus – 19.06.10 Das Problem ist in meinen Augen eher, dass die meisten Deutschen einfach keinen Sinn für Satire haben.

    Ich zitiere jetzt einfach mal die Titanic:
    "Was lustig ist und was nicht überlassen Sie doch bitte den Humorexperten von der Titanic!"
  • Höhö doppeldeutig wa? icke – 19.06.10 ...bei dem aberwitzigen Humor den Sie so an den Tag legen, kann ich Ihre Sicht der Dinge absolut nachvollziehen.
  • Realistische Erwartungen, bitte, und keine empiriefreie Vergangenheitsverklärung Karlheinz Spock – 19.06.10 Der Artikel und auch einige der Kommentare beruhen auf Mangel an Kenntnis und einem grundlegenden Missverständnis: Es gibt keine Humorproduktion, die immer und durchgehend erfolgreich ist. Auch die angesehensten Humoristen schießen im Ergebnis mit Schrot, und nur ein kleinerer Teil der Versuche trifft wirklich ins Schwarze. Auch der Talentierteste weiß vorher nicht, was nun wirklich zünden wird und was eher harmlos verpuffen.

    Wenn der Rezensent die von ihm glorifizierten Titanic-Ausgaben der achtziger Jahre wirklich gelesen und noch halbwegs in Erinnerung hätte, wüsste er, dass auch in diesen vieles eher mittelprächtig und manches auch ein langweiliger Riemen war. Rückwirkend ein paar Glanzlichter zu benennen und halbweinerlich zu beklagen, dass es nicht ununterbrochen so sein könne, zeugt eher von Verwöhntheit und Unreife.

    Schlimmer noch: Wer seine Rezensentenposition so wenig reflektiert zum Generalbashing missbraucht, demoralisiert und vertreibt die besten, weil sensibelsten Autoren. Wer Humor wahrhaft schätzt, soll die Größe beweisen, als Rezipient geduldig zu sein. Er soll über jede Perle entzückt sein, sich über die kleinen Vergnügen freuen und über die Fehlversuche nicht klagen, sondern weitersuchen. Das Schwein, das sich weigert, etwas anderes als Trüffel zu fressen, verhungert zu Recht.
  • Soso Marcel – 19.06.10 Wird die Qualität einer Zeitung nach der Anzahl der Strafanzeigen, die ein Titelblatt verursacht, definiert? Vielleicht ist es ja der im Artikel zitierte Uli-Stein-Humor den die Autorin sucht.
  • Wann wird's mal wieder lustich? Tom – 18.06.10 Wenn ich mal richtig lachen möchte, dann gehe führt mich mein Weg hierher:

    [… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • Total daneben... www.klabusterbeere.nl – 18.06.10 ... was die TITANIC momentan macht. Nur noch Witze über Tote, Priester und andere Minderheiten. Das soll lustig sein? Na vielen Dank.
  • Betreff einfügen Michi – 18.06.10 Die titanic ist das genialste, politsch korrekteste und tiefsinnigste Blatt, das man am Kiosk finden kann. Jeder einzelne Text ist große Kunst! Auch wenn ich mir mehr Realsatire wie unter Sonneborn wünschen würde, kann man trotzdem auf keinen Fall sagen, dass die titanic untergeht.(witzig HAZ, titanic und untergehn höhö)
    Wo wir schon mal dabei sind: Ich finde den Eulenspiegel verdammt mies, verkalkt, harmlos und viel zu schüchtern. Von daher ist die titanic immer noch das beste Flagschiff (titanic= Schiff höhö)der Satire, das durch den Ozean der Fakten navigiert.

  • the same procedure... verständnisloser – 18.06.10 Alle Jahre wieder das ewig gleiche Gejammere zum Thema "Titanic am Ende". Immer wird der Weggang von Redakteuren als Indiz dafür missbraucht - bei Borowiak, Zippert, Gsella, Sonneborn - und nun ist es also der vermeintliche Weggang von Gärtner und Nagel.
    Dass Nagel als Online-Redakteur mit dem Blatt kaum etwas zu tun hatte, und Gärtner noch immer jeden Monat brilliante Essays in - na klar - Titanic veröffentlicht, scheint Herrn Grimm vor lauter Begeisterung über die eigene These wohl entgangen zu sein. Oder gilt sauberes Recherchieren bei Medienredakteuren neuerdings als Meinungsschwäche?

    Woher kommt überhaupt die These, mit dem Satiremagazin ginge es bergab? Ist es einfach der Frust,selbst ständig mit der Schere im Kopf schreiben zu müssen und bereits für harmlose Scherze über Katholiken in Wochenendkolumnen mächtg Ärger zu kassieren?

    Die Titanic bietet immer noch großartigen Humor, der nicht von der Stange ist und sich daher nicht jedem sofort erschließt. Und ganz nebenbei ist sie eine sehr gute Quelle für Themen und Zusammenhänge abseits des Mainstream, die von den Zeitungen im Lande - warum auch immer - systematisch ignoriert werden.

    Mehr Gründe für ein Abo kann ich mir nicht vorstellen.
    Gute Besserung, gri. Und: Weiter so Titanic!
  • Humor der Autorin... Benni – 18.06.10 Was Frau Grimm sich unter gelungenem Humor vorstellt, merkt man, wenn man die Einleitung ihres Artikels liest: "Vielleicht ist er auch unter den Schreibtisch gerutscht. Oder die Putzfrau hat ihn weggeschmissen mit den alten Kaffeebechern. Wo ist er bloß hin?" Haha! Putzfrau!! Kaffeebecher!!! Weggeschmissen!!!! Hahaha!!!!! Ok - solche pointierten Kracher findet man in der TITANIC leider wirklich nicht....
  • Durchaus korrekt beobachtet Langjähriger Titanic-Leser – 18.06.10 Über Geschmack läßt sich nicht streiten, über Humor auch nicht. Ein Satireblatt jeden Monat zu füllen, ist zudem ein Knochenjob, ihn jeden Monat gleich gut zu erledigen unmöglich. Ich muß dem Autor aber zustimmen: Die Titanic hat nachgelassen. Ob's nur am Chefredakteur liegt oder einfach auch daran, daß die absurde Wirklichkeit satirisch kaum noch zu überhöhen ist - geschenkt. Fakt ist: Ich frage mich immer öfter am Kiosk, ob ich das Blatt noch kaufen soll...
  • Kurz gesagt... Logiker – 18.06.10 Dieser Beitrag ist aus der Kategorie: "Früher war alles besser!" und aus ebendiesen Grund grottenschlecht, grottenfalsch und absolut daneben....

    Wohl lange nicht mehr die Titanic gelesen, Langeweile gehabt und es mal mit Dissen a la Bushido probiert.... peinlich!
  • Ihr seid ja auch die Superexperten bei der HAZ, ne? Max – 18.06.10 Der Titel "Kirche heute" war der treffendste Kommentar zum Thema, der nur irgendwo zu finden war (konnte die HAZ da etwa mithalten?) und hat das gewünschte Maß an Empörung keineswegs verfehlt - auch wenn der HAZ-Kritiker offenbar erst Amüsement verspürt, wenn ein Gericht den Tatbestand der Volksverhetzung (!) bestätigt. Der Schäuble-Artikel war kein eigenständiger Kommentar, sondern eine Satire auf die einschlägige Berichterstattung des Boulevards (die Titanic betreibt ohnehin vornehmlich Mediensatire). Dass die Titanic nach wie vor ein Sprungbrett für Autoren (z.B. Gärtner/Nagel) darstellt und mit spannenden Ablegern (z.B. Die Partei) die Öffentlichkeit auf mehreren Ebenen penetriert, empfindet der Autor als Rückschritt - die Logik in dieser Bewertung ist mir ein Rätsel. Ansonsten führt der Autor zur Stützung seiner These nichts weiter an als einen einzigen Leserkommentar im Internet, ein "vernehmliches Knirschen" im Verhältnis Redaktion-Verlag (Belege? Details? Quelle? Fehlanzeige) und sein persönliches Grundempfinden, dass früher irgendwie allgemein alles viel besser war. Die HAZ dagegen wird dank solcher Artikel gewiss das bleiben, was sie immer schon war: Eine Zeitung, die bundesweit keine Sau kennt - ganz im Gegensatz zur Titanic.
  • Bitte? Fabian – 18.06.10 Wie kommt denn der Autor auf diese abstruse Idee? Die Titanic ist so lustig, treffend und genial wie eh und je. Die Titanic ist das einzige Medium, das mich noch zum lachen brintgt. Das schafft sonst fast kein Komiker, Website, Zeitung oder Serie / Film.
  • Aktuelles Zitat eines Titanic-Lesers? Ehe nicht Moppelich – 18.06.10 Im Artikel steht: "Tödlicher Kommentar eines „Titanic“-Lesers im Internet: „Das geht schon langsam in Richtung Uli-Stein-Humor.“"

    Hmm, das klingt erst einmal nicht gut. Wer sich allerdings im Internet einmal umschaut, der entdeckt, dass der besagte Kommentar
    1. offenbar vom 21.12.2008 stammt, also 1,5 Jahre alt ist
    2. auf die Online-Seite (!) der Titanic bezogen war.

    Im Original:
    "die online Seite wird immer langweiliger, das geht schon langsam Richtung Uli Stein Humor."
    nachzulesen hier: http://meedia.de/nc/details-topstory/article/konsequent-weg-von-den-neuen-medien_100014334.html

    Ziemlich bitter, wenn man sowas nötig hat, um die eigene Argumentation zu stützen...
  • Unlustig? Jens – 18.06.10 Auch ich kann die Kritik des Autors nicht wirklich nachvollziehen. Zugegeben: Das aktuelle Titelbild finde ich auch eher schwach.
    Und ich war schon immer jemand, der entweder mangels Intellekt oder mangels Humorkompatibilität stets nur die Hälfte des Blattes lustig fand.
    Trotzdem: Die andere Hälfte finde ich dann regelmäßig derart überragend, dass ich nichtmal daran denken würde, mein Abo zu kündigen.

    Insbesondere weiß ich nicht, was es mit Blick auf den April-Knaller "Kirche heute" zu kritisieren gibt. Dass die Staatsanwaltschaft zu Recht das Ermittlungsverfahren aus juristischen Gründen eingestellt hat, ändert ja nichts daran, dass sich viele Katholiken schön darüber ereifert und dabei auch gleich mal ihre hässliche, intolerante und kritikunfähige Fratze zur Schau gestellt haben.

    Tipp: Nächstes Mal vielleicht doch eher auf Mario Barth eindreschen.
  • Ziemlich lustig Dobler – 18.06.10 Unsere Tochter hat gestern die neue Titanic mit nach Hause gebracht und beim abendlichen Grillen ein paar gelungene Stellen vorgelesen. Wir haben gelacht wie schon lange nicht mehr!
  • Titanic Andreas Wollin – 18.06.10 "Nicht mal das April-Titelbild, auf dem ein Priester sich an Jesus zu schaffen machte, reichte für eine Anklage wegen Volksverhetzung – trotz 175 Presserats-Beschwerden."
    Was sind das denn für Maßstäbe? Je mehr Klagen, desto besser das Blatt?
    Und viele gute Artikel wurden hier nicht erwähnt: Beispielsweise das fiktive Interview mit Hannelore Kraft oder der vorzügliche Artikel "Kirchen, wohin" in besagter April-Ausgabe.
  • ??? ich – 18.06.10 Meine Güte, das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Fehlt es Ihnen an Themen Ihr digitales Blättchen zu füllen? Klar, Geschmäcker sind verschieden. Aber, dass die Titanic nicht mehr lustig bzw. am Ende ist? Ich bitte Sie. Haben Sie sich mal die Abo-Zahlen angeschaut? Allen anderen empfehle ich das hier anzuschauen: bessere Artikel zum Thema.

    http://www.brandeins.de/archiv/magazin/alles-wahr/artikel/kaeptn-wir-sinken.html

    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EF4D0A9748E3D4622A58F8305E6BB5FA9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    http://www.stern.de/kultur/buecher/titanic-die-witz-zentrale-594620.html

  • titanic ich – 18.06.10 die kritik an dieser ausgabe kann ich nicht verstehen, da es sehr amüsant war, die vorlage für guttenbergs trauerreden oder die schriftliche imagekampange bps zu lesen.
    Vielleicht versteht man in HAnnover ja keine Satire mehr.
  • Zeitungskrise? der Osz – 18.06.10 Heute war mal wieder Flaute, hm? Sonst nix zu berichten, was? Na ja gut, dann muss man halt schauen, wo man seine Themen her bekommt. Aber liebe Leute: Man sollte die Titanic schon regelmäßig lesen und die Witze auch verstehen können. Natürlich ist es auch sehr subjektiv, was lustig ist und was nicht, aber einen Untergang bei *dieser* Titanic sehe ich nicht, im Gegensatz zu den von der Zeitungskrise geplagten Zeitungen, die anscheinend nicht mehr wissen, worüber sie berichten sollen und statt dessen einen kleinen Sturm im Wasserglas hervorzurufen versuchen.
  • Früher war alles besser ... Metzn – 18.06.10 ... ein Tenor wie dieser sollte schon skeptisch machen.

    Die Kritik hier bezieht sich ja größtenteils auf das Juni-Heft, das tatsächlich seine Schwächen hat.

    Aber durchgehend hohe Qualität kann man nicht voraussetzen; das hängt zudem immer auch etwas von der Themenlage ab. Eine Tageszeitung wie die HAZ sollte das wissen (und belegt es ja auch selbst).

    Und überhaupt: Humor ist Geschmackssache. Es kann nie allen alles gefallen.

    Außerdem sagt das folgende Zitat schon viel darüber aus, was der Autor wohl unter Qualität versteht: "Nicht mal das April-Titelbild [...] reichte für eine Anklage wegen Volksverhetzung [...]."

    Es hat allerdings ziemliches Aufsehen erregt. Deshalb ist der vorige Satz irgendwie auch unpassend: "Nichts ist schlimmer als ein Konsens-Scherzkeks, über den sich keiner aufregt."

    Ich jedenfalls freue mich jeden Monat aufs neue Heft. Denn neben den plakativen gibt es auch immer sehr viel diffizilen und voraussetzungsvollen Humor.
  • Titanic R. Kiesl – 18.06.10 Liebe Hannoversche Allgemeine,

    es wäre schön, wenn Ihr Eure Artikel von Leuten schreiben lasst, die Humor verstehen - von dem Autor über die Titanic kann man das leider nicht behaupten.
    Ohne die frechen Beiträge und Ilustrationen der Titanic wäre unsere Welt NOCH langweiliger ...
  • Titanic Peter – 18.06.10 Die Titanic ist so ziemlich das reflektiertete Medium in Deutschland - keine Polemik, ernst gemeint.

    Die Briefe an die Leser zeugen von mehr Weltverständnis als alle anderen Medien zusammengenommen - vor allem die, die ihren Namen immer noch in Fraktur schreiben.

    Die Titanic ist der einzige Lichtblick in der Tragik der Alltagspolitik.
  • Dieser Kuchen schmeckt komisch Ich – 18.06.10 Irgendwie liest sich der Artikel so, also ob der Autor der Titanic hauptsächlich Mangel an plakativem Drama vorwirft. Muss die Titanic ständig schockieren, um eine Existenzberechtigung zu haben? Sicherlich nicht. Müssen wir des Autors Definition von Humor oder Humorqualität teilen? Sicherlich nicht. Müssen wir uns diesen Artikel dann überhaupt durchlesen? Sicherlich auch nicht.

    Für den Versuch dankt

    ein neugieriger Titanic-Abonnent

    PS: mir persönlich gefällt die aktuelle Titanic übrigens besser als unter Gsella. Für mich also eine Aufwärtskurve. So unterschiedlich kann Perzeption sein, wie schön! :)
  • Titanic und kein bisschen leiser Gerd Bruckner – 18.06.10 Grimms Märchen oder doch blanker Neid?

    Der Artikel, fein abgestimmt, ist lesenswert. Danke. Nur dass die titanic weder Esprit noch Witz besitzen möge liegt wohl eher an der Sichtweise des Autors. Das Kirchen-Cover gab sehr wohl mehr her als er glaubt zu wissen. Da sollte er mal in facebook nachlesen und entdecken, wie sich die religiösen Eiferer sich derart aufregten, dass es doch zu 5 Strafanzeigen reichte und die Aufregung mehr als groß war. Über Hundert Beschwerden beim Presserat - ja ist das nichts? Ist die Satire-Partei "Die PARTEI" nichts? Immerhin ist die titanic der verlängerte Arm dieser obskuren PARTEI der extremen Mitte.

    Ich lache jedenfalls bei jeder Ausgabe - was mir bei der HA wohl nicht gelingt.

    In diesem Sinne - titanic weiter so - noch ein bisschen härter und schon passt es auch für HAZ.
  • doch lieber die Eule M. Klammer – 18.06.10 Dann bleibt als bessere Alternative ja zum Glück noch der Eulenspiegel als Satiremagazin. Dieser ist meiner Meinung nach auch wesentlich stilvoller.
  • Titanic Martin – 18.06.10 Mal ist sie lustiger, mal weniger lustig. Ich finde so gut wie jedes Titanic-Titelbild grandios (und geradezu gigantisch in dem, was der Eulenspiegel aufs Cover packt). Die Briefe am Anfang: Immer noch fies, intelligent und meist genau den Punkt getroffen. Titanic: Weitermachen. Und: HAZ, wann warst Du eigentlich das letzte Mal lustig?
  • JuLimond BenZol – 18.06.10 Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Darüber hinaus glaube ich, dass die Leute einfach verlernt haben, mit Satire umzugehen. Dieser ewige Betroffenheitswahnsinn läßt die Leute abstumpfen gegen die Feinheiten der Satire. Da wird lieber nach dem Staatswanwalt gerufen als über die Sache an sich nachzudenken und mit einem Schmunzeln zu goutieren. Ein Kopf voller Denkverbote kann natürlich nichts damit anfangen.
  • Oje gipsnacken – 18.06.10 In letzter Zeit mal Titanic gelesen?
    Ich sag nur "Frontstadt Kundus wird gehalten!" oder der Riesenaufruhr aufgrund des Titelblatts "Kirche heute".
    Ich habe die Titanic seit letztem Jahr abonniert weil sie für mich unabhängiger als jedes Magazin und jede Zeitung ist. Wenn ein Redakteur bei irgendeiner Zeitung soetwas wie die austauschbare Trauerrede für getötete Soldaten schreiben würde, wär er sofort weg vom Fenster. Sowas traut sich leider nur noch die Titanic und da sollte siche die vierte Macht im Staat aber ordentlich schämen.
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