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Warnung vor Abzockportalen


So schnell kann es gehen: Leser Dieter S. war bei der Suche nach einer Downloadmöglichkeit für das eigentlich kostenlose Adobe-Programm Reader auf eine dubiose Webseite geraten.
Warnung vor Abzockportalen: Internetkriminelle locken Netznutzer mit Gratissoftware in die Abofalle.

Warnung vor Abzockportalen: Internetkriminelle locken Netznutzer mit Gratissoftware in die Abofalle.

Deren Betreiber schickte ihm später eine Rechnung über 96 Euro – für einen 12-Monats-Zugang zu der Website www.opendownload.com. Dabei gibt es das Programm gratis vom Hersteller Adobe auf dessen offizieller Seite www.adobe.de – jedoch gerät man per Google durchaus auch auf dubiose Angebote.
 
 Der Betreiber von opendown load.com, eine Firma Content Services Ltd. aus Mannheim, ist dabei wenig zimperlich mit seinen Forderungen. „Ihre IP-Adresse 89 ... haben wir bei der Anmeldung gespeichert“, warnt die Firma in der Rechnung. „Es ist dadurch möglich, über den verwendeten Provider (genannt wird eine IP-Adresse von HTP, Red.) den Verursacher zu ermitteln.“ Und weiter heißt es in dem Schreiben: „Wir haben den Aktivierungslink und die Zugangsdaten an Ihre E-Mailadresse ... geschickt. Diesen Aktivierungslink haben Sie bestätigt. Sie haben daher nachweislich den Zugang genutzt.“
 
 Verbraucherzentralen warnen immer wieder vor solchen Angeboten und empfehlen, sich von solchen Rechnungen nicht einschüchtern zu lassen. Ein Musterschreiben, mit dem man sich gegen unberechtigte Forderungen wehren kann, gibt es beispielsweise auf der Internet-Seite der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz – und zwar einmal in einer Form für den Fall, dass Kinder in die Abofalle getappt sind, und zum zweiten für den Fall, dass man selbst darauf hereingefallen ist ist. In zahlreichen Verbraucherportalen im Internet wird zudem immer wieder über die Aktivitäten der Content Services Ltd. berichtet.
 
 Wer Software aus dem Internet herunterlädt, sollte möglichst sorgfältig nachlesen, wofür er seine Daten herausgibt. Es kann helfen, einmal nach dem Betreiber der Website zu googeln – um so über mögliche Warnungen anderer Internet-Surfer informiert zu werden. Im Falle der Content Services Ltd. häufen sich Berichte von Verbrauchern über ungewünschte Online-Abonnements – mit einigem Aufwand hätte Leser S. gewarnt sein können.
 
 Zudem empfiehlt es sich, fürs Herunterladen von Software nur die seriösen Internet-Anbieter aufzusuchen. Zwei zuverlässige sind zum Beispiel www.heise.de/software und www.chip.de/downloads.
 
 von Marcus Schwarze

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