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Warnung vor der Virenwarnung

Betrug im Netz Warnung vor der Virenwarnung

Eine neue Generation von „Schreck-Ware“ simuliert Virenbefall, wenn man einen Online-Scanner im Internet benutzt. Wer darauf hereinfällt, installiert sich anschließend möglicherweise ein Schadprogramm.

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Quelle: Sascha Aust

Ein Virenscanner ist für jeden Windows-PC unerlässlich. Bei der Auswahl der geeigneten Software kann der Anwender allerdings leicht hereinfallen: Nicht jeder Viren-scanner ist seriös. Nach einem Bericht des Internet-Dienstes „Heise Security“ haben dubiose Anbieter im Internet mittlerweile besondere Seiten platziert, die einen Viren scan nur vortäuschen und anschließend versuchen, den gerade angeblich untersuchten Rechner aktiv mit Viren zu verseuchen.

„Scan-Ware“ oder auch „Schreck-Ware“ nennen Experten diese Schadprogramme. Man surft die Internet-Seiten an und bekommt dort einen kostenlosen Virencheck angeboten. Diese Programme tragen nach Angaben von „Heise Security“ Namen wie

  • „AntiMalware Guard“,
  • „AntiSpyware XP 2008“,
  • „WinDefender 2008“,
  • „Total Secure 2009“,
  • „WinAntivirus 2008“ und
  • „XP Antispyware 2009“.

Nach dem Start eines solchen Programms aus dem Internet läuft im Browser nur ein weitgehend funktionsloser Film ab – nach Machart eines tatsächlichen Virenscans. „Ihr System ist infiziert“, erschreckt der Film den Nutzer dann, übrigens auch auf Apple- und Linux-Rechnern. Das Fenster nennt vermeintlich gefundene Viren und bietet anschließend einen kostenlosen „richtigen“ Antivirenscanner an, den man sich herunterladen und installieren kann.

Wer das macht, ist hereingefallen – im besten Fall holt man sich so eine Dauerwerbesendung für ein kostenpflichtiges Antivirenprodukt auf den Windows-Rechner, die kaum zu löschen ist, und im schlimmsten Fall landet ein Trojaner auf dem PC, der den Computer zum Spam-Mailversender macht oder versucht, Kennwörter auszuspähen.

Schützen kann man sich nur, indem man auf ein etabliertes Virenschutzprodukt setzt – und stets nur aus seriösen Quellen installiert. Eine seriöse Quelle kann der Fachhandel sein, der die Schutzprodukte klassisch im Karton anbietet. Vorsicht ist immer bei Downloads aus dem Internet geboten. Von klangvollen Namen sollte man sich nicht blenden lassen, sondern zuvor noch einmal danach googeln, bevor man solch ein Produkt installiert. Eine gute Anlaufstelle für Downloads seriöser Antivirenprogramme ist die Internet-Seite www.heise.de/security/dienste/antivirus/ des hannoverschen Heise-Verlags. Dort sind auch zahlreiche kostenlose Online-Virenscanner aufgelistet.

Ein seriöser Virenscanner ist enthalten im Programmpaket „PC-Sicher – So klappt’s sicher im Internet“. Es ist im HAZ-Shop unter shop.haz.de im Internet erhältlich, kostet 39,95 Euro (zuzüglich 4,50 Euro Versand) und schützt Windows-Rechner für die Dauer eines Jahres vor Viren und Werbung.

Von Marcus Schwarze

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