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Meinung Helden des Breitbandausbaus
Nachrichten Meinung Helden des Breitbandausbaus
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18:57 08.11.2018
Bis 2021 sollen 66 Prozent der Häuser in Niedersachsen eine sogenannten Gigabit-Anschluss haben. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

In Niedersachsen startet heute das Gigabit-Zeitalter“, verkündet Vodafone. Und auch das Wirtschaftsministerium verbreitet eine frohe Botschaft: Das Ziel, bis 2025 alle Menschen „gigafähig“ zu versorgen, rücke in Reichweite.

Doch für Euphorie ist es noch zu früh. Der Startschuss für den Breitbandausbau fällt erst jetzt. Und dabei handelt es sich nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon, bei dem die letzten Kilometer bergauf gehen. Ob die Landesregierung ihr ehrgeiziges Ausbauziel bis 2025 wirklich erreicht, muss man abwarten.

Unternehmen wie Vodafone und Telekom bauen nur dort auf eigene Kosten aus, wo sich das für sie lohnt – also in dicht besiedelten Gegenden. Übrig bleiben Tausende von „weißen Flecken“, um die sich Landkreise und Städte kümmern müssen. Sie sind die eigentlichen Helden des Breitbandausbaus. Viele haben erkannt, dass sie ohne schnelle Datenleitungen keine Zukunft haben.

So investiert allein der Landkreis Uelzen voraussichtlich rund 130 Millionen Euro, nur 35 Millionen davon schießen Bund und Land zu. Außerdem ziehen viele Landkreise schnelle Glasfaserkabel bis zu den einzelnen Häusern. Telekom und Vodafone rüsten hingegen vorrangig ihre alten Kupfernetze aus. Das ist vernünftig, wird aber irgendwann nicht mehr ausreichen – dann folgt der nächste teure Ausbaumarathon.

Von Christian Wölbert

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