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Abgesagter AKP-Auftritt: Wer trickst, verliert

Kommentar Abgesagter AKP-Auftritt: Wer trickst, verliert

Die Stadt Hannover hat den geplanten Auftritt eines AKP-Politikers im Lister Turm untersagt. Sie fühlt sich getäuscht. Die Reaktion ist hart, aber nachvollziehbar angesicht der billigen Anmeldetricks. Ein Kommentar von HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt.

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Türkische Wahlkampfveranstaltung in Deutschland. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Hannover. Irgendetwas stimmt nicht im Verhältnis mancher hannoverscher Türken zur übrigen Stadt. Warum sonst haben sie versucht, die Verantwortlichen im Rathaus hinter die Fichte zu führen? Was sollten die billigen Anmeldetricks zur Tarnung einer AKP-Veranstaltung? Wer sich ernsthaft als Bürger dieser Stadt fühlt und respektiert in ihr leben will, kann sich solche Spielchen sparen. Sie schaden dem Miteinander - und stellen nun auch gleich wieder alle Türken bei uns unter Generalverdacht. Eine doppelte Dummheit.

Es ist richtig, dass die Stadtverwaltung sich hier nicht auf der Nase herumtanzen lässt und die Raum-Zusage zurückgezogen hat. Die Reaktion ist hart, aber nachvollziehbar. Wobei die Frage erlaubt sein muss, warum erst die Polizei die Beamten im Rathaus darauf hinweisen musste, was da hinter ihrem Rücken so läuft. Als sei die Diskussion über den Wahlkampf von Erdogans AKP in Deutschland bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden. Viel naiver geht es kaum. Nicht viel besser ist die Erklärung des Oberbürgermeisters, nicht dulden zu wollen, dass innertürkischer Streit auch bei uns ausgetragen werden solle. Wer die türkische Gemeinschaft kennt, weiß: Da kommt er reichlich spät.

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