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Darum wäre die Fusion von Car2Go und DriveNow eine große Chance

Carsharing Darum wäre die Fusion von Car2Go und DriveNow eine große Chance

Wenn Daimler und BMW ihre beiden Tochterfirmen Car2Go und DriveNow zusammenlegen, ist das eine gute Nachricht. Carsharing steckt in Deutschland immer noch in der Nische. Es fehlt ein starker Anbieter, findet HAZ-Redakteur Christian Wölbert.

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Fusionierern DriveNow und Car2Go?

Quelle: Rolf Vennenbernd

Hannover. Wenn die beiden größten Anbieter auf einem Markt fusionieren, schrillen bei Wettbewerbshütern und Verbraucherschützern normalerweise die Alarmglocken. Bei der Fusion zwischen den beiden Carsharing-Firmen Car2Go und DriveNow ist das allerdings nicht angebracht: Wenn Daimler und BMW ihre beiden Tochterfirmen zusammenlegen, ist das eine gute Nachricht.

Carsharing steckt in Deutschland immer noch in der Nische: Alle Anbieter zusammen haben nur knapp zwei Millionen registrierte Kunden und deutlich weniger aktive Nutzer. Es fehlt ein starker Anbieter, der das Konzept mit einem dichten Angebot in vielen Städten, attraktiven Modellen und niedrigen Preisen endlich aus der Nische holt. 

Car2Go und DriveNow könnten das schaffen, wenn sie ihre Infrastruktur zusammenlegen und ihre Kosten senken. Damit würde auch die Chance größer werden, dass mehr Großstädter auf ein eigenes Auto verzichten – das spart Parkplätze und reduziert Emissionen.

Die Gefahr, dass die beiden die Konkurrenz erdrücken, besteht zumindest im Moment nicht. Sie stellen zusammen weniger als die Hälfte der Carsharing-Flotte und sind nur in einem Dutzend deutscher Städte aktiv. Nationale Konkurrenten wie die Deutsche Bahn (Flinkster) oder Stadtmobil haben durchaus die Chance, mitzuhalten. 

Falls ein Konzern aus dem Silicon Valley oder China den deutschen Carsharing-Markt angreift, müssten die Deutschen sowieso zusammenarbeiten, um den Hauch einer Chance zu haben. Firmen wie Uber oder Lyft werden von Investoren mit Milliarden aufgepäppelt – Anlaufverluste sind einkalkuliert.

Von Christian Wölbert

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