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Meinung Darum ist der Nobelpreis ein starkes Signal für Kolumbien
Nachrichten Meinung Darum ist der Nobelpreis ein starkes Signal für Kolumbien
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13:26 07.10.2016
Friedensnobelpreisträger 2016: Juan Manuel Santos.   Quelle: dpa
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Hannover

 Über Generationen hinweg leidet Kolumbien unter der brutalen Rigide von Guerilla-Kämpfern und Drogenkartellen. Ein Leben in Sicherheit – für einen Großteil der Bevölkerung ist das nicht viel mehr als reine Wunschvorstellung. Die bittere Bilanz: mindestens 220.000 Tote und Abermillionen Flüchtlinge.

Den bisherigen Präsidenten fiel nichts Besseres ein, als auf die Kriegsmaschinerie zu setzen. Gewalt jedoch erzeugte Gegengewalt. Und genau diesen Kreislauf will Santos durchbrechen.

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2016: Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos erhält den Friedensnobelpreis für seine entschlossenen Anstrengungen, den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in dem Land zu beenden.

Erreicht hat er bislang noch nicht allzu viel. Das Land bleibt gespalten. Der Friedensnobelpreis kommt daher womöglich zu früh. Das Signal, das von dieser Vergabe aber ausgeht, ist weitaus wichtiger: Die Welt unterstützt Santos und seine Friedensbewegung auf diesem gewaltfreien Weg. Ein Signal, das auch seine Kritiker zum Umdenken bewegen könnte.

Wie tief das Land gespalten ist, zeigt das Nein zum Friedensvertrag. Die Kolumbianer, eingeschüchtert von jahrelanger Guerilla-Gewalt, verlangen nach Sicherheit. Das solle aber nicht durch milde Strafen gegen ihre einstigen Peiniger möglich gemacht werden. Santos gibt dem Druck nicht nach und treibt den Prozess der Annäherung ungeachtet des Referendums voran.

 Kolumbien lechzt nach einem einen kulturellen Wandel – und der ist nur mit Dialog und nicht mit weiterem Blutvergießen zu erreichen. Ein Prozess, der Geduld und Zeit benötigt. Und Solidarität in der Welt.

Von Carsten Bergmann

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