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Der Geist der Börsen

Kommentar Der Geist der Börsen

Ein Gespenst geht um an den Börsen und macht den Marktteilnehmern derzeit viel Angst. Die Rede ist vom Zins. Ein Kommentar von Albrecht Scheuermann.

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Quelle: Richard Drew/AP/dpa (Symbolbild)

Hannover.  Nach Jahren von Null-, Mini- oder sogar Negativzinsen zeigt der Trend nun auch in Europa nach oben. In den USA ist das schon länger der Fall, aber jetzt erst beginnen die Börsen, die Wende zu verarbeiten. Bislang schienen die Aktienmärkte damit gut klar zu kommen, doch vergangene Woche gab es erstmals einen Schuss vor den Bug.

War es das nun, oder geht der Kursrutsch weiter? Auf diese Frage könnte es am Mittwoch eine zumindest vorläufige Antwort geben. Dann werden in den USA die neuen Inflationsdaten veröffentlicht. Sollte die Teuerung auch nur etwas höher ausfallen als geschätzt, könnte dies den nächsten Einbruch auslösen. Denn die Preisentwicklung entscheidet über den weiteren Kurs der US-Notenbank. Sie könnte sich bemüßigt sehen, die Zinsen noch rascher anzuheben als ohnehin erwartet.

Hierzulande ist von einer geldpolitischen Wende der Europäischen Zentralbank zwar noch keine Rede, und die Aktien sind weitaus moderater bewertet als in den USA, aber wenn es dort bergab geht, purzeln auch hier die Kurse – wie vergangene Woche wieder zu erleben war.

Doch im Schatten der großen Markttrends geht der Börsenalltag weiter. So legen auch in dieser Woche etliche Unternehmen ihre Bilanz vor, darunter die deutschen Schwergewichte Allianz und Thyssenkrupp.

Von Albrecht Scheuermann

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