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02:15 30.05.2016
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Elisabeth Schweeger habe eine Bresche für dieses besondere Format geschlagen, hat der Intendant seine Vorgängerin stets gelobt. Er selbst hat diese Bresche nun einfach zu einem breiten Weg ausgebaut. Wichtigstes Material dabei waren die „Gurre-Lieder“, die mit 3000 Zuhörern zum Stadtgespräch wurden. Allerdings ist es nicht einfach, so etwas zu wiederholen. Das Repertoire an derart spektakulären Stücken ist sehr eng und der Aufwand so groß, dass er kaum jedes Jahr gestemmt werden kann. Das nächste Mal wird es wohl erst 2018 so weit sein. Danach läuft Metzmachers Vertrag bereits aus. Durchaus vorstellbar, dass seine Neigung weiterzumachen gedämpft ist, wenn ihn kein chorsinfonisches Großwerk mehr reizt. Umso wichtiger wäre es, schon jetzt die Bedingungen zu schaffen, die Metzmacher länger halten können.

Denn abseits des einen Glanzprojekts hat er Dinge angestoßen, die anderen wohl nur schwer gelungen und deren Fortsetzung sehr wünschenswert wären: Er hat die hiesige Musikszene sinnvoll in das Festival eingebunden und mit Erweiterung von Spielorten und Formaten ein Publikum erreicht, das bisher nicht bei dem Festival zu finden war. Schließlich hat er die gewohnte Qualität der Veranstaltungen gewahrt oder sogar noch übertroffen. Sicher hat sich das Programm dabei etwas in Richtung Musik verschoben. Ihm das vorzuwerfen wäre absurd: Es ist Teil des Erfolgs.

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