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Meinung Hoffnung auf einen neuen Iran
Nachrichten Meinung Hoffnung auf einen neuen Iran
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21:38 13.07.2015
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Die Welt darf Hoffnung schöpfen mit Blick auf den Iran. Nach Jahrzehnten bloßer Drohungen, Störmanöver und Machtspiele rangen Diplomaten aus Teheran in jüngster Zeit ernsthaft um politische Lösungen. Es ist ein Verdienst der europäischen und amerikanischen Verhandlungsführer, dieses bedeutende Land zurückgeholt zu haben in die Weltgemeinschaft.

Am Montagabend gab es zwar noch immer keine Unterschrift unter den Verträgen. Aber es zeichnete sich bereits ab, dass es nur noch um letzte Formulierungen geht. Schon dies ist eine bemerkenswerte Neuigkeit.

Gewiss, die Zugeständnisse, zu denen die iranische Führung in diesen Tagen bereit ist, reichen noch nicht aus, Vertrauen über Nacht wiederherzustellen. Niemand darf von einem Ende der Bedrohung für Israel sprechen oder von Entspannung im Verhältnis zum Erzrivalen Saudi-Arabien. In der hochkomplizierten Lage, die zurzeit im Nahen und Mittleren Osten herrscht, ist aber schon viel gewonnen, wenn die Akteure in Wien verhandeln.

Einen entscheidenden Anteil an der neuen Offenheit besitzt ein Staatsmann, der in Wien nicht mit am Tisch sitzt: Barack Obama. Seit Jahren wird der US-Präsident für seine manchmal zögerlich erscheinende Außenpolitik gerügt. Doch trotz aller Kritik setzt der Chef des Weißen Hauses auf behutsamen Wandel durch Annäherung. Wie befreiend das Ende von Sanktionen wirken kann, zeigt sich bereits beim kleinen US-Nachbarstaat Kuba. Mit Blick auf die Karibikinsel geraten viele Amerikaner mittlerweile ins Schwärmen.

Beim Iran können vor allem die Europäer, speziell die Deutschen, profitieren. Gute wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen könnten dazu beitragen, dass aus dem alten Iran ein neuer Iran wird – der seine gefährlichen Experimente ein für allemal beendet.

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