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Meinung Sind die Ziele für den Crafter zu ambitioniert?
Nachrichten Meinung Sind die Ziele für den Crafter zu ambitioniert?
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14:43 08.09.2016
Von Lars Ruzic
Muss Marktanteile von Konkurrenten erkämpfen: Nur dann rechnet sich der neue Crafter. Quelle: HENNING SCHEFFEN PHOTOGRAPHY
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Nur ein Auto. Noch dazu mit viel Blech drumherum. Natürlich ist das der neue Crafter von VW Nutzfahrzeuge. Für die Marke jedoch ist die Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Es geschieht in Europa nicht mehr all zu oft, dass ein Hersteller ein Fahrzeug von Grundauf neu konzipiert und dafür auch noch ein eigenes Werk auf die grüne Wiese setzt.

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Stellte den neuen Crafter vor: Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Die Ziele sind ambitioniert, selbst für diesen wachsenden Markt. Sie müssen es auch sein. Sonst würde sich das Projekt nicht rechnen. Es ist eines der letzten, das der "Mia san mia"-Ära des Duos Piech/Winterkorn entsprungen ist. Die wollten bei den renditeträchtigen Großtransportern nicht mehr länger vom Produktionspartner Daimler abhängig sein - und entschieden kurzerhand, das Modell künftig wieder allein zu bauen. Ein Unterfangen mit Hochrisiko-Warnschild. Denn bei den großen Transportern hat es VWN mit den Absatzzahlen des Sprinters von Daimler bislang nicht aufnehmen können. Das soll sich nun ändern.

Die Manager in Hannover haben ihr Möglichstes getan, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Sie entwickelten ein Fahrzeug, das in Variantenvielfalt und Ausstattungsdetails Maßstäbe setzen soll. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass die Kosten so gering wie möglich blieben. Mit einem Werk am Niedriglohnstandort Polen. Mit einem Motor, der schon im VW Transporter zu finden ist - also nicht extra neu entwickelt werden musste und künftig von sinkenden Stückkosten durch größere Fertigungszahlen profitiert. Und doch werden sie am Ende daran gemessen werden, wie viele Marktanteile sie dem großen Konkurrenten abknöpfen konnten.

Alles zur Vorstellung des neuen Crafter lesen Sie hier.

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