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Meinung Richtiger Schritt 
zur Renteneinheit
Nachrichten Meinung Richtiger Schritt 
zur Renteneinheit
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02:15 24.07.2016
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Am Rentensystem wird seit Jahrzehnten gebastelt: Schon Helmut Kohl wollte eine harte Kostenbremse einziehen, später entschied auch Gerhard Schröder, dass das Rentenniveau gesenkt werden müsse. Seither bemühen sich wechselnde Regierungen um einen Mittelweg: die Rentenkasse entlasten, zugleich aber den Rentnern nicht allzu wehzutun, vielleicht sogar ihnen etwas Gutes zu tun. Mütterrente und Rente mit 63 gehören in diese Kategorie. Die Angleichung der Renten in West und Ost ist jedoch ein anderes Kaliber.

Gut 26 Jahre nach der deutschen Einheit ist es an der Zeit, für Gleichheit und Gerechtigkeit zu sorgen. Auf den ersten Blick geht es dabei um die Rentenhöhe, die im Osten nur gut 94 Prozent des Westniveaus entspricht. Vor der letzten, kräftigen Rentenerhöhung zum 1. Juli war die Differenz sogar noch größer. Sozialministerin Nahles verspricht Abhilfe: Bis 2020 sollen Ruheständler deutschlandweit gleichgestellt werden. Das dürfte in den nächsten drei Jahren gut 7,5 Milliarden Euro kosten.

Das Geld ist gut investiert, weil es die Renteneinheit vollendet. Wer im Osten sein Leben lang hart gearbeitet hat, muss sich im Ruhestand nicht mehr wie ein Rentner zweiter Klasse fühlen. Bleiben wird der Unterschied, dass West-Rentner durch Immobilienbesitz, Betriebsrenten oder geerbte Vermögen oft besser abgesichert sind.

Und den Preis für die neue Gerechtigkeit bei der Rente zahlen die heutigen Arbeitnehmer im Osten: Ihre Löhne werden bei der Berechnung ihrer Rente nicht mehr höher bewertet als im Westen – deshalb werden sie weniger Rente beziehen als ihre Altersgenossen im Westen. Auch das gehört zur Gerechtigkeit, deshalb ist es richtig. Um dieses Ungleichgewicht zu beenden, müsste das Lohnniveau angeglichen werden – doch von diesem Ziel sind wir noch weit entfernt.

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