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Meinung Start aus der
zweiten Reihe
Nachrichten Meinung Start aus der
zweiten Reihe
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20:40 16.06.2016
Von Jens Heitmann

Wer den „Startschuss zum größten Veränderungsprozess in der Geschichte von Volkswagen“ ankündigt, weckt gewisse Erwartungen. Die Dynamik aber, die Matthias Müller bei der Verkündung der neuen Unternehmensstrategie erzeugen wollte, währte nur kurz. Die aus vielen Standard-Komponenten zusammengeschraubte Rede enthielt zwar hochgesteckte Erwartungen, daran hat es in Wolfsburg jedoch noch nie gemangelt. Diese Hybris aber war bisher eher Teil des Problems.

Das immerhin räumt die umorganisierte Führungsspitze inzwischen offen ein. Schon vor dem Abgas-Skandal stand der Konzern schlechter da, als es die lange Zeit guten Zahlen glauben machten. Volkswagen mochte an Toyota als größter Autobauer vorbeiziehen, an der chronischen Margenschwäche der Kernmarke VW änderte das nichts. Nun wird der Konzern zu mehr Effizienz gezwungen – sonst lassen sich weder die hohen Strafen in den USA noch das Investitionsprogramm stemmen.

Volkswagen startet beim Wandel vom Hersteller von Autos mit Verbrennungsmotor zum Mobilitätsdienstleister aus der zweiten Reihe. Konkurrenten wie Daimler und BMW sind den Wolfsburgern bei alternativen Antrieben und Carsharing-Angeboten schon ein Stück weit voraus. Lahme Reden kann sich VW noch leisten, Langsamkeit bei der Umsetzung nicht.

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