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Was bleibt nach der Rathaus-Affäre um Harald Härke?

Kommentar Was bleibt nach der Rathaus-Affäre um Harald Härke?

Dezernent Harald Härke war einer der mächtigsten Männer der Verwaltung. Mit dem eingeleiteten Disziplinarverfahren ist er tief gefallen. Sein Machtinstrument – die Entscheidungsgewalt für 11.000 Mitarbeiter – wurde ihm nun genommen. Und es bleibt das ungute Gefühl, dass im Rathaus nicht alles sauber abläuft, meint HAZ-Redakteur Andreas Schinkel.

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Hannover. Aus dieser Rathaus-Affäre kommt niemand unbeschadet heraus. Dem beharrlichen Aufstieg von Harald Härke zu einem der mächtigsten Männer der Verwaltung folgt mit dem eingeleiteten Disziplinarverfahren ein tiefer Fall. Auch wenn Härke jetzt zwei Jahre Kulturdezernent bleiben darf, sein Machtinstrument - die Entscheidungsgewalt für 11.000 Mitarbeiter - wurde ihm genommen. Er bleibt ein Pfau ohne Federn.

Hat Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) den Machtkampf im Rathaus also für sich entschieden? Er kommt bestenfalls mit einem blauen Auge davon. Letztlich ist er seinen einflussreichen Dezernenten eben nicht los geworden und musste sich auf einen Kompromiss einlassen: Härke räumt Fehler ein und entschuldigt sich, im Gegenzug setzt ihn Schostok nicht vor die Tür. Dabei war es doch die Absicht des OB, Härke in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken. Was den Oberbürgermeister zur Umkehr bewogen hat, wird zu klären sein - vielleicht durch das Disziplinarverfahren oder einen Blick in die Akten, den die CDU beantragt hat.

Unterm Strich bleibt das ungute Gefühl, dass im Rathaus nicht alles sauber abläuft. Daher sollte die Politik ganz genau hinschauen, wenn Schostok jetzt das Personaldezernat übernehmen sollte. Diese seltsame Affäre ist noch nicht vorbei.

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Von Redakteur Andreas Schinkel