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Meinung Der Schuldenschnitt
 wird kommen
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 wird kommen
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19:24 21.08.2015
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Ein Schuldenschnitt ist ausgeschlossen. Die konstruktive Bearbeitung der griechischen Schulden allerdings nicht. Genau dazu wird es kommen. Der Internationale Währungsfonds ist da nur vorgeprescht. Die Äußerungen anderer Euro-Staats- und Regierungschefs gehen in dieselbe Richtung. Sie alle wollten schon während der Verhandlungen um ein drittes Hilfspaket keine Lösung, die nur ein paar Monate hält, sondern einen dauerhaften Ausweg aus den hellenischen Problemen. Der ist ohne Eingriff in den Schuldenberg nicht denkbar.

Dass man sich dabei des Tricks längerer Laufzeiten und niedrigerer Zinsen bedienen wird, ist absehbar. Je mehr Zeit Athen bekommt, um seine Darlehen zurückzuzahlen, umso geringer wird der Wert künftiger Zahlungen. Vereinfacht gesagt: Mit 50 Euro kann man sich heute mehr kaufen als in 50 Jahren. Dieses Prinzip dürfte man nutzen. Alle Beteiligten werden ihr Gesicht wahren können. Jeder kann betonen, man habe nicht nachgegeben. Und trotzdem sinkt die Schuldenlast erheblich. Das zählt. Die Frage bleibt allerdings, ob die Euro-Regierungen diese Tricksereien auch zu Hause verkaufen können, ohne dass ihnen jener Wortbruch vorgeworfen wird, den sie begehen.
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras weiß, dass die Zeit für ihn günstig ist. Nach dem offenen Eintreten des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Schuldenerleichterungen will er die Europa-Abgeordneten in den Kreis der Geldgeber holen – auch in der Volksvertretung der EU gibt es viele Stimmen, die für einen Schuldennachlass eintreten. Die Neuwahlen in Athen kommen deshalb für die Pläne des griechischen Premiers zum richtigen Zeitpunkt. Mehr noch: Sie sind eine kalkulierte Aktion auf dem Weg zu dem Ziel, das Tsipras immer verfolgt hat.

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