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02:15 26.02.2016
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Das erste Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit. Diese Erkenntnis trifft auf jede Auseinandersetzung zu – und sie passt zu den Lügen und Manipulationsversuchen, mit denen Russland seit einiger Zeit gezielt EU-Staaten attackiert. Es ist die Reaktion auf die Strategie einer Gemeinschaft, die sich auf Sanktionen gegen Moskau verständigt hat, um Russland für seinen Rechtsbruch auf der Krim und in der Ostukraine zu bestrafen.

Die Folgen des Embargos sind schmerzhaft und demütigen Präsident Wladimir Putin, der als Herrscher einer ebenbürtigen Großmacht anerkannt werden will. Bisher scheitert sein Versuch, die EU zu zersetzen. Dabei geht es längst nicht mehr um Lügengeschichten oder die Manipulation der öffentlichen Meinung. Was sich Russlands Agitatoren beispielsweise mit der Story vom vergewaltigten Mädchen in Berlin haben einfallen lassen, überschreitet alles, was man noch achselzuckend hinnehmen könnte. Europa muss reagieren – mit Diplomatie und Aufklärung, nicht mit einer propagandistischen Gegenoffensive.

Dies gilt umso mehr, wenn sich herausstellen sollte, dass Moskau auch mit Zuwendungen an staatsfeindliche Gruppierungen sein Ziel der Destabilisierung westlicher Länder zu erreichen versucht. Propaganda ist schon schlimm genug. Doch die aktive Unterstützung jener Kräfte, die die Demokratie von innen heraus bekämpfen wollen, ist eine ganz andere Dimension.

Dass Moskau sich bereits wieder im Kalten Krieg mit dem Westen wähnt, kann als Begründung für die Kampagnen nicht herhalten. Wenn Putin tatsächlich ein geachteter Staatsmann sein will, dann muss er die perfiden Aktionen stoppen. Moskaus innenpolitische Probleme sind nicht durch Attacken auf die EU lösbar, sondern nur durch Kooperation und Zusammenarbeit.

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