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00:15 03.04.2016

Der Arbeitsplatz ist im wahrsten Sinne weg: Die Produktionshalle abgebrannt, also gibt es auch keine Arbeit mehr. Wirklich? Wiesenhof macht es sich zu einfach, wenn die Firma nach dem Motto „Pech gehabt“ viele Mitarbeiter einfach auf die Straße setzen will und das Unternehmensrisiko auf sie abwälzt.

Wieder einmal trifft es in Niedersachsen Menschen in einer Branche, die seit Jahren dafür bekannt ist, die Schwäche gering Qualifizierter auszunutzen. Bei Wiesenhof gibt es zwar Betriebsräte und -vereinbarungen, aber offenbar dennoch nur wenig Gefühl für jene, die die Drecksarbeit machen.

Der Großbrand ist verheerend, auch für das Unternehmen. Knapp 24 Stunden nach Ausbrechen des Feuers nach einer Betriebsversammlung Entlassungen anzukündigen, klingt dynamisch, ist aber so ziemlich das Gegenteil von weisem unternehmerischem Handeln. Und menschlich ist es schon gar nicht. Als kluger Unternehmer könnte man sich etwas einfallen lassen – Umsetzung, Kurzarbeit oder schlicht die Mithilfe der Arbeiter beim Wiederaufbau zum Beispiel. Das Land hat Mittwoch entsprechende Vorschläge gemacht und Hilfe angeboten. Hört jemand hin?

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