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Kein Alkohol in Bus und Bahn? Gut so!

Kommentar zum Thema Kein Alkohol in Bus und Bahn? Gut so!

Es wurde dringend Zeit, dass die Üstra ein Alkoholverbot durchsetzt. Zwar verschwinden damit nicht alle Probleme rund um betrunkene Personen in Bussen und Bahnen. Doch zumindest richten sich die Verantwortlichen jetzt endlich nach dem Willen der Mehrheit der Fahrgäste. Ein Kommentar von Conrad von Meding.

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 Andere Gäste zu belästigen ist schon immer verboten, jetzt kommt noch das Verbot hinzu, weiteren Alkohol nachzukippen. Das ist gut so.

Quelle: Körner

Erschreckend lange haben sich SPD und Grüne gegen das Alkoholverbot in Bussen und Bahnen gestemmt. Nur auf den letzten Drücker ist es der Regionsspitze jetzt noch gelungen, der CDU bei einem starken Wahlkampfthema den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber alle haben es nun schwarz auf weiß: Die Ablehnung der Mehrheit im Regionsparlament richtete sich gegen 83 Prozent der Üstra-Nutzer. Das muss man erst einmal hinbekommen, so stark am Wählerwillen vorbeizusteuern.

Die Trotzhaltung ist umso erstaunlicher, als dass fast alle anderen Nahverkehrsunternehmen im Raum Hannover längst vorgeprescht waren – und gute Erfahrungen mit dem Alkoholverbot gesammelt haben. Es wurde dringend Zeit, dass die Üstra nachzieht.

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Bei aller Freude darüber, dass es künftig eine eindeutige Regelung zum Alkoholkonsum in Bussen, in Bahnen und Tunnelstationen gibt, wird sich eines nicht ändern: das beklemmende Gefühl, wenn eine Horde Betrunkener in den Wagen mitfährt. Es gehört eben zum Auftrag des Nahverkehrs, auch Alkoholisierte zu befördern, damit sie ohne Auto nach Hause gelangen. Andere Gäste zu belästigen ist schon immer verboten, jetzt kommt noch das Verbot hinzu, weiteren Alkohol nachzukippen. Das ist gut so.

Der friedliche Feierabendbier-Genießer hingegen wird in der Stadtbahn darauf verzichten können. So lange sind die Bahnen in Hannover nicht unterwegs, als dass man nicht bis zuhause warten könnte.

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