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Meinung Anschläge treffen auch die Generale
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02:15 21.08.2015
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Jagdszenen in der Millionenmetropole Bangkok: Einen Tag nach dem brutalen Bombenanschlag vom Montag tauchte am Dienstag erneut ein Attentäter auf und warf eine Rohrbombe an einer Stelle, an dem sich Touristen und Thailänder in Boote einschiffen. Es gab zwar keine Verletzten. Doch der erneute Anschlag macht klar: Das erste Attentat war keine Einzeltat.

Junta-Chef Prayuth Chan-ocha ist überzeugt, dass die Attentäter vom Montag und Dienstag zu einer starrsinnigen Gruppe von Leuten zählen, die sich nicht unter seiner Knute beugen wollen. Es passte den Generalen und seinen Helfershelfern gut ins politische Kalkül, wenn sie ihren Gegnern im Umfeld der gewählten und gestürzten Premierministerin Yingluck Shinawatra und ihres im Exil lebenden Bruders Thaksin die Verantwortung in die Schuhe schieben könnten. Denn etwas mehr als ein Jahr nach dem Putsch haben die Generale außer den eigenen Leuten nur noch ein paar unverbesserliche Vertreter der Elite Bangkoks auf ihrer Seite.

Die Wirtschaft befindet sich seit dem Putsch aber nicht wegen des Staatsstreichs auf einer stetigen Talfahrt. In den Provinzen um Bangkok, in denen Prayuth im vergangenen Jahr noch Sympathien genoss, ist längst Ernüchterung eingekehrt. Aber das Regime schüchtert jeden Thailänder rücksichtslos ein, der solche Dinge lauthals sagt. Zur Not erfindet die Junta gar Vorwürfe wie Majestätsbeleidigung und lässt die Angeklagten von geheim tagenden Militärgerichten zu bis zu 30 Jahren langen Gefängnisstrafen verurteilen.

Der Bombenanschlag vom Montag gibt den Generalen neue Munition für ihre falsche Behauptung, dass Thailand die Militärherrschaft braucht. Aber sie birgt auch Gefahren für das Militär: Die Ruhe und Stabilität, die Thailands Militärjunta dem Volk nach dem Putsch versprochen hat, ist dahin.

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