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Aus für Konzerthaus: Nächste Schlappe für Schostok

Kommentar Aus für Konzerthaus: Nächste Schlappe für Schostok

Die Idee von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), ein Konzerthaus am Hohen Ufer in Hannover zu bauen, steht vor dem Aus. Zwar wird Einvernehmen signalisiert, um das Gesicht Schostoks zu wahren, doch es handelt sich um eine Strafe für den Alleingang des Oberbürgermeisters, kommentiert HAZ-Redakteur Andreas Schinkel. 

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Stefan Schostok.
 

Quelle: Florian Petrow

Hannover.   Immer wenn man glaubt, Oberbürgermeister Stefan Schostok hätte im Rathaus wieder alles im Griff, wird die nächste Schlappe publik. Schostoks hochfliegende Träume für den Titel Kulturhauptstadt – etwa ein neues Konzerthaus – lässt die Kommunalpolitik zerplatzen, und zwar mit überwältigender Mehrheit.

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Stattdessen schreibt der Rat dem obersten Verwaltungschef ins Hausaufgabenbuch, wie er die Bewerbung zu bewerkstelligen hat, ein bisher einmaliger Vorgang in der Stadtpolitik. Üblicherweise stimmen sich Rat und Verwaltung bei bedeutenden Vorhaben im Vorfeld ab. 

Zwar signalisieren beide Seiten jetzt Einvernehmen, um das Gesicht Schostoks zu wahren, doch das Alternativkonzept aus der Politik ist eine Strafe für den Alleingang Schostoks. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich alle Parteien im Rat, abgesehen von der AfD,  hinter die Bewerbung stellen. Das lässt hoffen, dass es Hannover doch noch zur Kulturhauptstadt schafft, trotz aller Widrigkeiten.

Von Andreas Schinkel

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