Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Nichts als die Wahrheit über Köln
Nachrichten Meinung Nichts als die Wahrheit über Köln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 11.01.2016
Anzeige

Nach jüngsten Berichten haben hohe und höchste regionale Verantwortliche, von der Polizeiführung bis zur Oberbürgermeisterin, wahrheitswidrig das Vorliegen konkreter Hinweise auf die Herkunft der Täter öffentlich geleugnet. Man kennt das Denkmuster: um Himmels willen kein Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen gießen. In Wirklichkeit aber macht ein Staat, der Political Correctness an die Stelle der Wahrheit setzt, alles nur noch schlimmer. Scheibchenweise kam jetzt, unter dem Gejohle der rechten Szene, nach und nach alles heraus: Ja, es waren auch Flüchtlinge dabei; ja, es waren auch Syrer.

Warum legten die Behörden nicht gleich alle Karten auf den Tisch? Welches Bild hat ein solcher Staat von seinem Volk? Findet er es einfältig? Rassistisch? Will er es vor sich selbst schützen?
Es wird Zeit, an ein paar rechtsstaatliche Grundtatbestände zu erinnern. In der Demokratie hat der Staat eine dienende Funktion gegenüber den Bürgern. Ordnungsbehörden sollen das
Geschehen auf unseren Straßen ordnen, nicht das Denken in unseren Hirnen. Wenn die Behörden Sicherheit und Ordnung nicht gewährleisten können, müssen sie aufrichtig sagen, woran es lag. Von jedem Zeugen wird vor Gericht verlangt, dass er „nach bestem Wissen die reine Wahrheit“ sagt und nichts verschweigt. Dies darf der Bürger, gerade in heiklen Fragen, auch von den Behörden erwarten. Der Staat, den die Väter und Mütter des Grundgesetzes wollten, ist keine Nanny, die uns mit einem süßen Lied in den Schlaf wiegt. 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehr als 70 Jahre nach seinem Tod könnte ihm ein gespenstisches Comeback als Bestsellerautor zuteilwerden: Erstmals seit 1944 ist jetzt eine Ausgabe von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ erschienen – und prompt gibt es 15.000 Vorbestellungen für die kommentierte Ausgabe. Ein Leitartikel von Simon Benne.

11.01.2016

Hannover legt eine stolze Bilanz zur Schulsanierung vor, Hunderte Millionen wurden investiert. Trotzdem sind manche Gebäude zum Teil in einem so maroden Zustand, dass man dies unseren Kindern nicht zumuten kann, findet Saskia Döhner.

11.01.2016
Meinung Kommentar zu Köln - Die überforderte Polizei

Das Problem der Kölner Silvesternacht liegt weniger in der Frage, ob kriminelle Ausländer leicht genug abgeschoben werden können. Das Problem liegt darin, dass der Staat in dieser Nacht die Kontrolle über einen öffentlichen Platz komplett verloren hat. Ein Kommentar von Jörg Kallmeyer.

10.01.2016
Anzeige